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Sa., 07.10.2017

Steinhagener Realschule diskutiert mit DSC-Fußballern und weiteren Gästen aus sechs Schulen Ideensuche gegen den Rassismus

Regelmäßiger Austausch: (von links) Realschulleiter Frank Kahrau, DSC-Spielerin und -Marketingfrau Maxine Birker, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Spielerin Sandra Hausberger, Mitglieder der Schülervertretung mit den Lehrern Marc Beckamp und Anne Schürmann (rechts) sowie Sabine Heidjann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh.

Regelmäßiger Austausch: (von links) Realschulleiter Frank Kahrau, DSC-Spielerin und -Marketingfrau Maxine Birker, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Spielerin Sandra Hausberger, Mitglieder der Schülervertretung mit den Lehrern Marc Beckamp und Anne Schürmann (rechts) sowie Sabine Heidjann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh. Foto: Hagemann

Von Volker Hagemann

 

Steinhagen (WB). Wie könnte man gegen Rassismus angehen, ihn möglichst gar nicht erst aufkommen lassen? Das war am Freitag Thema einer Diskussionsrunde zwischen sieben weiterführenden Schulen aus dem Kreis Gütersloh und Vertretern des DSC Arminia Bielefeld.

Eingeladen hatte die Steinhagener Realschule. Sie wurde im vergangenen Frühjahr vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh als »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« zertifiziert. Auf künstlerische Weise näherten sich die Realschüler schon am Freitagmorgen dem Thema: Mit Unterstützung des Künstlers Mathis Arendt gestalteten die Jugendlichen großformatige Graffiti. Die kreativen Werke zeigen Handabdrücke, küssende Menschen und weitere Details – zu betrachten sind sie beim Schulfest am Freitag, 13. Oktober, von 15 bis 18 Uhr.

Schüler der Jahrgänge sieben bis zwölf tauschen Ideen aus

Ideen waren gefragt bei der Diskussionsrunde mit Schülern der Jahrgänge sieben bis zwölf. Von 13 eingeladenen Schulen aus dem Kreis war die Hälfte erschienen: Neben den Steinhagener Gastgebern mit der Schülervertretung (SV), den Lehrern Marc Beckamp und Anne Schürmann waren auch Vertreter des Evangelischen Gymnasiums Werther, der Anne-Frank-Gesamtschule Gütersloh, der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule Werther/Borgholzhausen, der Elly-Heuss-Knapp-Realschule Gütersloh, der Gesamtschule Schloß Holte-Stukenbrock und des Einstein-Gymnasiums Rheda-Wiedenbrück zu Gast.

Fußballstadion: Fans zum Beispiel durch Video-Einspielungen sensibilisieren

Und weil als gutes Beispiel auch der Fußball Menschen unterschiedlicher Herkunft verbindet, hat die Realschule Steinhagen den DSC Arminia Bielefeld als Paten gewinnen können. DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Spielerin und Trainerin Maxine Birker sowie die gebürtige Innsbrucker DSC-Spielerin Sandra Hausberger berichteten von ihren Erfahrungen. »Eine Schande war beispielsweise, als der farbige Mailand-Stürmer Mario Balotelli vor vier Jahren von Anhängern des AS Rom mit Affenlauten beleidigt wurde«, erinnerte sich Maxine Birker.

»Muss ein Schiedsrichter nicht spätestens dann ein Spiel unterbrechen oder abpfeifen?«, schlugen mehrere Schüler vor. »Oder man sensibilisiert die Fans noch viel mehr, in dem man auf der Videowand im Stadion auf die Problematik aufmerksam macht.« Schließlich sei der Fußball doch generell sehr international: »Auch in Jogi Löws WM-Kader hat fast die Hälfte der Spieler einen Migrationshintergrund«, weiß Marc Beckamp.

Austausch soll fortgesetzt werden

Hans-Jürgen Laufer lobte das Engagement der Schüler: »Toll, dass sie sich intensiv mit dieser Thematik befassen!« Der Austausch mit den Schulen soll regelmäßig fortgesetzt werden.

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