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Mi., 22.11.2017

Wesentliche Arbeiten werden nicht rechtzeitig fertig – vertragsrechtliche Schritte gegenüber beauftragter Firma A33: Freigabe in 2017 nicht mehr möglich

Das A33-Teilstück zwischen Bielefeld und Steinhagen wird später fertig als geplant.

Das A33-Teilstück zwischen Bielefeld und Steinhagen wird später fertig als geplant. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB). Eine Freigabe der A33 zwischen Bielefeld und Steinhagen in diesem Jahr ist nicht mehr möglich . Es zeichnet sich ab, dass wesentliche Arbeiten dem Vertrag widersprechend nicht rechtzeitig fertig werden.

Straßen NRW sah sich gezwungen, vertragsrechtliche Schritte gegenüber der beauftragten Firma zu unternehmen, um auf die Einhaltung des Vertrages und damit auf die Fertigstellung hinzuwirken. Dennoch ist eine Freigabe in 2017 nicht mehr zu erreichen .

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss müssen für eine Verkehrsfreigabe alle Gewerke fertiggestellt sein. Da die Maßnahmen aufeinander aufbauen, können viele Arbeiten erst erledigt werden, nachdem andere abgeschlossen sind. So kann erst die Fahrbahnmarkierung durchgängig aufgebracht werden, wenn die Fahrbahn frei von anderen Bautätigkeiten ist. Schutzsysteme wie Schutzplanken und Betonschutzwände können erst gebaut werden, wenn dahinter die Lärmschutzanlagen errichtet sind.

Aktionsbündnis zeigt Verständnis

Das Aktionsbündnis A33 sofort e.V. zeigt volles Verständnis für die heutige Entscheidung der Bauleitung bei Straßen.NRW. Vorsitzender Landrat Sven-Georg Adenauer: »Wir wissen, dass der Lückenschluss dadurch nicht gefährdet ist.« Aber die Verzögerung dieses wichtigen Freigabetermins beweise auch, wie labil ein Bauzeitenplan im Detail sei.

»Der A33-Bau ist ein Puzzle aus vielen Tausend Teilen. Deshalb kann der aufgrund vieler laufender Straßenbauprojekte im Land ambitionierte Zeitplan nur gehalten werden, wenn jeder Einzelne der Beteiligten seine Ziele erreicht«, so Adenauer.

Eine Verkehrsfreigabe der A33 ist nun im Frühjahr 2018 vorgesehen. Ein genaueres Datum kann wegen des bevorstehenden Winters und des zu erwartenden schlechten Wetters derzeit nicht benannt werden, teilte Straßen NRW mit.

Laufveranstaltung auf der Trasse wird ebenfalls verschoben

Mit der Verschiebung der geplanten Freigabe des A 33-Teilstücks aufs Frühjahr 2018 haben nun auch die Veranstalter des A 33-Laufs mehr Luft für ihre Planungen. Diese Sportveranstaltung soll nach Vorstellungen von Organisator Eckhard Kleine-Tebbes auf der Autobahnspur von Quelle in Richtung Steinhagen stattfinden. Geplant sind eine Laufstrecke über fünf Kilometer und eine Strecke über zehn Kilometer Distanz.

Eckhard Kleine-Tebbe hofft nun auf einen möglichen Lauf-Termin »irgendwann zwischen Januar und Februar. Da stehen noch nicht so viele andere Läufe im Kalender.« Mindestens sechs Wochen Vorlauf wünscht er sich allein für die Einrichtung eines Online-Portals für die Meldungen der Teilnehmer. »Einen Sanitätsdienst und Helfer für das Bereitstellen von Wasser, Tee und weiterer Verpflegung bekäme ich dagegen recht kurzfristig zusammen. Aber wir müssen auch die Wetter-Prognosen berücksichtigen.«

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Was zu erwarten war

Offensichtlich lernt man bei Straßen.NRW nicht wirklich aus Erlebtem. Schon der Abschnitt 5b (A2-OWD) wurde nicht wie geplant fertig. Nun ist die Fahrbahn im Abschnitt 6 seit einem Jahr fertig und das die "Restarbeiten" nicht wie gewollt ausgeführt werden fällt erst nach 11 Monaten auf? Ebenso Fahrbahnmarkierungen und das Aufstellen von Schildern in die kalte Jahreszeit zu legen lässt an der Planung zumindest Zweifel aufkommen. Weis man denn nicht, dass es dort verwehrt zu "Nicht-Sonnentagen" kommen kann? Nun ist also das Wetter Schuld. Mal sehen, ob wir auch noch den Osterlauf auf der fertigen A33 absolvieren können.

Fakt ist: in anderen Ländern gegen derartige Bauvorhaben (dank Bonus- und Malus-Zählungen) westentlich schneller und Termine werden oft sogar unterschritten. Also weiterhin Stau auf dem OWD, am Ende der A33 und auf der Osnabrücker Straße.

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