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Do., 07.12.2017

Abiturienten des Steinhagener Gymnasiums spenden mehr als 2100 Euro Geld für neue Klassenräume

Anne Schmidt überreicht Heike Kunter die Spende des Abi-Jahrgangs (vorn, v.li.). Darüber freuen sich auch (hinten, v.li.) Matthis Kottmann, Marie Hinz, Jonathan, Julia Kinder, (vordere Reihe, v.li.) die Lehrer Stefan Binder, Henning Gillrath, Thomas Kuhn und Vera Noll.

Anne Schmidt überreicht Heike Kunter die Spende des Abi-Jahrgangs (vorn, v.li.). Darüber freuen sich auch (hinten, v.li.) Matthis Kottmann, Marie Hinz, Jonathan, Julia Kinder, (vordere Reihe, v.li.) die Lehrer Stefan Binder, Henning Gillrath, Thomas Kuhn und Vera Noll. Foto: Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB/anb). 2164 Euro – seit Jahren spenden die Abiturienten des Steinhagener Gymnasiums den Überschuss ihrer Jahrgangsaktion dem Gemeinde-Bürgerkomitee für die Hilfsprojekte im westafrikanischen Benin. Doch die Summe der Abiturienten 2017 ist Rekord.

Die Bürgerkomitee-Vorsitzende Heike Kunter freut sich sehr über das seit Jahren bestehende Engagement der Schule und rechnete jetzt bei der Spendenübergabe mit Vertretern des Abi-Jahrgangs und den Lehrern, die das Benin-Projekt betreuen, vor, was man mit dieser Summe in Benin erreichen kann. »Das Geld reicht für fast 100 Schulbänke, den Bau eines halben Klassenraums und den Bau eines halben Toilettenhäuschens.« Zur Erläuterung fügte sie hinzu: »In einem Land, in dem es in manchen Dörfern nicht eine einzige Toilette gibt, achten wir bei unseren Schulprojekten besonders darauf, die Gesundheitsvorsorge in den Blick zu nehmen.« Denn Typhus und Cholera, die durch mangelnde Hygiene entstehen, seien inzwischen Alltagskrankheiten.

Das Geld der Abiturienten wird wohl in den Bau von Klassenräumen gesteckt. Das Bürgerkomitee baut aktuell zwei Schulen, eine dank eines Sponsors, eine selbst. Heike Kunter schilderte die mitunter der tropischen Regenzeit völlig unangepassten Behausungen: »Ein Ständerwerk, darauf Palmwedel. Und wenn es regnet, was in Benin ein halbes Jahr lang der Fall ist, dann fällt die Schule auch aus.« Gebäude aus Stein sind also eine Investition in die Bildung des armen Landes. Denn der Staat sei außerstande, speziell auf dem Land für akzeptable Schulbauten zu sorgen.

Von der fünften Klasse an wachsen die Steinhagener Gymnasiasten in das Benin-Projekt hinein. Heike und Harald Kunter berichten regelmäßig in der Schule von den Projekten und machen die Arbeit so nachvollziehbar. So freut es die nunmehr ehemaligen Schüler zu hören, dass zwei ihrer seit Jahren unterstützten Patenkinder jetzt auf dem Weg zum Abitur sind.

Neben der Spende der Abiturienten gibt es zahlreiche weitere Anlässe, bei denen Geld den Benin-Projekten zugute kommt: etwa die Kollekte des Weihnachtsgottesdienstes der Schule. Und der stellvertretende Schulleiter Stefan Binder versprach: »Wir werden uns weiter engagieren.«

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