Di., 02.01.2018

Sternsinger bringen Haushalten den Segen und sammeln für Schule in Nairobi Die Welt ein bisschen besser machen

In Steinhagen sammeln die Sternsinger stets für ein Projekt, das durch die Arbeit des Bürgerkomitees bekannt ist. Das Foto zeigt die Gruppe, die sich Anfang 2017 auf den Weg machte – 39 Kinder waren dabei.

In Steinhagen sammeln die Sternsinger stets für ein Projekt, das durch die Arbeit des Bürgerkomitees bekannt ist. Das Foto zeigt die Gruppe, die sich Anfang 2017 auf den Weg machte – 39 Kinder waren dabei. Foto: Eische Loose/Archiv

Steinhagen (WB). Es ist eine schöne Tradition, die anderen Menschen nützt: Auch Anfang 2018 ziehen Sternsinger durch Steinhagen und setzen sich auf diese Weise dafür ein, dass die Welt ein bisschen besser wird.

»Mit dem Kreidezeichen 20*C+M+B*18 werden etwa 40 Kinder und Jugendliche in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen ›Christus segne dieses Haus‹ zu den Menschen bringen, von der Geburt Jesu singen und Spenden sammeln«, erklärt Mitorganisator Simon Wolter von der katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig. Er hofft erneut auf eine große Resonanz bei den Jugendlichen im Ort. In diesem Jahr sind die Kinder zu der Sternsinger-Aktion am kommenden Sonntag, 7. Januar, unterwegs.

Seit fünf Jahren unterstützen die Steinhagener Sternsinger ein Projekt des Bürgerkomitees Steinhagen, das Kibagare Good News Centre in Nairobi/ Kenia. Bei dem 1980 gegründeten Projekt erhalten 950 Kinder und Jugendliche in dem afrikanischen Land Unterstützung. Im Centre werden ihnen Essen, Schutz, Kleidung, medizinische Versorgung und eine umfassende schulische Ausbildung und Erziehung ermöglicht.

»Einfach heldenhaft«

Mit den im Vorjahr in Steinhagen gesammelten 3300 Euro wird das täglich zwei Mal gereichte Schulessen mitfinanziert. Die Tagesration pro Kind kostet dort einen Euro. Daher zähle jede Spende, appellieren die Organisatoren an die Haushalte, wieder mit einem Obolus mitzuhelfen.

Das Schulessen ist für viele Schülerinnen und Schüler aus den Slums der kenianischen Hauptstadt die einzige Mahlzeit des Tages. Die schwierige Situation in dem von politischen Unruhen gebeutelten Land mache Spenden noch wichtiger, erklärt Wolter.

Schwester Emmah, Leiterin der Schule Kibagare Good News Centre, schrieb in ihrem letztjährigen Dankesbrief, wie prekär die Lage in Kenia und der Schule ist. Sie habe nicht genug Geld, um jedem Kind ausreichend Essen zu kaufen. Das fehlende Geld spornt die Sternsinger an. »Einfach heldenhaft«, findet Mitorganisatorin Sandra Maiwald-Klimm. Ohne Abzug von Verwaltungskosten geht das Geld direkt an die Schule. Informationen zum Projekt sind auf der Homepage des Bürgerkomitees zu finden. Die Steinhagener Sternsinger sind Teil der weltweit größten Sozialaktion von Kindern für Kinder, die die katholische Kirche organisiert, aber ganz überkonfessionell unterstützt wird. Auch die evangelischen Kirchengemeinden Steinhagen und Brockhagen beteiligen sich.

Skepsis gegenüber dubiosen Sammlern

»Die Unterstützung des Kibagare Good News Centre ist ohne die Hilfe der Sternsinger nicht möglich. Jeder kann mitmachen. Auch Eltern werden für Fahrdienste zu den zu Haushalten benötigt«, lädt Simon Wolter ein. Kinder und Erwachsene können sich mit Adresse und Telefon unter 05204/2274 oder per E-Mail anmelden an: simon.wolter@pastoralverbund-stockkaempen.de .

Hier können sich auch alle melden, die von den Sternsingern am frühen Sonntagnachmittag besucht werden wollen. »Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung«, erklärt Koordinator Simon Wolter. Die Sternsingergruppen haben jeweils einen Ausweis mit der Unterschrift und dem Stempel der Kirchengemeinde dabei. »Lassen Sie sich diesen zeigen, falls Sie nicht sicher sind, ob ›echte‹ Sternsinger Sie besuchen«, rät Wolter durchaus zur Skepsis gegenüber dubiosen Sammlern, die im Fahrwasser der Sternsinger unterwegs seien. Die echten Sternsinger kommen ausschließlich am Sonntag, 7. Januar, an die Türen der Haushalte. »Dieser Hinweis ist leider nötig, da immer wieder falsche Sternsinger an Türen auftauchen«, weiß Wolter von schlechten Erfahrungen zu berichten.

Damit alle Kinder und Jugendlichen gut auf ihren Dienst als Spendensammler vorbereitet sind, treffen sich die Sternsinger noch einmal an diesem Freitag, 5. Januar, von 17 bis 18 Uhr im Pfarrheim St. Hedwig. »Wir freuen uns über alle, die die Aktion zum Wohle der Kinder in Nairobi unterstützen und auch auf viele helfende Hände und Stimmen egal welcher Konfession, vereint für die Kinder.«

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