Mi., 03.01.2018

Ökumenischer Neujahrsgottesdienst in Brockhagen gut besucht Gemeinden feiern in der neuen Kirche

Der Neujahrsgottesdienst in der St. Georgskirche stand im Zeichen der Ökumene. Darüber freuen sich (von links) Siegbert Möller (Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirchengemeinde Steinhagen-Quelle), Diakon Heinrich Bittner, Pastorin Petra Isringhausen und Pfarrer André Heinrich.     

Der Neujahrsgottesdienst in der St. Georgskirche stand im Zeichen der Ökumene. Darüber freuen sich (von links) Siegbert Möller (Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirchengemeinde Steinhagen-Quelle), Diakon Heinrich Bittner, Pastorin Petra Isringhausen und Pfarrer André Heinrich.     

Steinhagen-Brockhagen (WB/mk). Die gerade renovierte St. Georgskirche in Brockhagen bot Montagabend den festlichen Rahmen für den ökumenischen Neujahrsgottesdienst der Steinhagener Kirchengemeinden. Das Gotteshaus war gut besucht, denn viele Gläubige wollten sich die Verkündung der Jahreslosung nicht entgehen lassen.

Diese lautet: »Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst« (Offenbarung 21,6). Sie macht auch auf ein aktuelles Problem aufmerksam: Viele Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein Menschenrecht, doch für die Ärmsten scheint es nicht zu gelten.

Sinnbild für die Konsumgesellschaft

»Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind, weil es kein sauberes Trinkwasser bekommt«, sagte Pfarrerin Petra Isringhausen während ihrer Predigt und erzählte den Zuhörern von einer Bergwanderung im Sommer 2015 bei der sie selbst Durst erleben musste. Zwar nicht vergleichbar mit den schrecklichen Situationen wie in Afrika, doch die Erfahrung über Stunden kein Wasser zu bekommen, hinterließ bei Isringhausen einen bleibenden Eindruck. Vor allem, als sie endlich eine Alphütte erreichte und für das frische Wasser aus der Quelle einen Euro bezahlte.

Sinnbildlich für unsere Konsumgesellschaft, die mehr und mehr dafür sorge, dass wir selbst für lebensnotwendige Bedürfnisse zahlen müssten, so die Pfarrerin. »Der Konsumrausch ist ein Symptom. Für viele geht um den Durst nach der Fülle des Lebens. Sie wollen möglichst viel reisen oder ein neues Auto. Dabei geht es darum, sich zu fragen, was man wirklich braucht«, sagte sie.

Bedeutung der Ökumene

Auch Diakon Heinrich Bittner ging auf die Jahreslosung und den Hinweis auf Wasserknappheit ein. »Man sagt, was man umsonst bekommt, taugt nichts. Hier ist das nicht so. Jesus Christus ist lebendiges Wasser und für alle da«, sagte Bittner.

Pastor André Heinrich betonte derweil die Bedeutung der Ökumene, und zeigt sich von der großen Resonanz des Neujahrsgottesdienstes begeistert. »Wir feiern heute gemeinsam. Es ist ein Segen«, so Heinrich, der sich bei den Musikern des Abends für ihr Mitwirken bedankte. Ein Verbund der Posaunenchöre Brockhagen, Steinhagen und Harsewinkel unter der Leitung von Monika Tuxhorn unterstützte mit seinen Klängen die andächtige und harmonische Atmosphäre.

Im Anschluss an den gestalteten Gottesdienst folgten zahlreiche Besucher der Einladung zum Neujahrsempfang im Kantorhaus. Bei einer kleinen Mahlzeit kamen sie ins Gespräch.

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