So., 04.02.2018

Steinhagener Narren geben ihrem Umzugswagen den letzten Schliff Die etwas andere Safari

Trotz eisiger Kälte ist das Wagenbau-Team so oft wie möglich in der Scheune auf dem Ströhen aktiv: Anke Heidemann, Veronika Becker, Frank Weinand, Manuel Meyer und Jochen Hempel sowie vorne Elke und Lothar Schenke (von links).

Trotz eisiger Kälte ist das Wagenbau-Team so oft wie möglich in der Scheune auf dem Ströhen aktiv: Anke Heidemann, Veronika Becker, Frank Weinand, Manuel Meyer und Jochen Hempel sowie vorne Elke und Lothar Schenke (von links). Foto: Volker Hagemann

Von Volker Hagemann

Steinhagen (WB). Nur ein bisschen Zebramuster lassen die närrischen Wagenbauer erkennen. Die volle Pracht ihres neu gestalteten Karnevalswagens wollen die KCCF’ler erst in Harsewinkels freier Wildbahn zeigen – beim Umzug am Tulpensonntag, 11. Februar.

Nein, die Wagenbauer vom Karnevals-Club Cronsbach-Funken (KCCF) lassen sich für nichts in der Welt dazu überreden, die Plane über ihrem rollenden Kunstwerk ein paar Zentimeter mehr zu lupfen. Die Jecken wollen noch so wenig wie möglich von ihrem Umzugswagen preisgeben. Erst beim Umzug soll der Überraschungseffekt kommen – und bis dahin könnte ja möglicherweise die »Konkurrenz« hellhörig werden, sprich: die anderen Umzugsteilnehmer. Denn außer der Gaudi gilt auch: Die schönsten Wagen und Kostüme werden prämiert.

Bis dahin trifft sich ein Grüppchen kreativer Köpfe immer wieder in einer Scheune auf dem Ströhen. Dort wird an dem rollenden Kunstwerk gesägt und gepinselt, was das Zeug hält. »Auch mit dem Wagen geht es passend zum diesjährigen KCCF-Motto auf ›Teuto-Safari‹«, verrät Jochen Hempel. »Manches Detail, das im vergangenen Jahr dem Motto ›Asiawochen süß-sauer‹ diente, lässt sich in abgeänderter Form wiederverwerten.« Bei anderen Dingen stehe man vor neuen Herausforderungen. »Manchmal hat man gerade etwas fertig, und plötzlich sieht ein anderer: Zu groß, zu klein, falsche Proportionen. Dann beginnt man im Detail von vorn«, gesteht Anke Heidemann lachend.

Das Dixie-Klo kommt nicht mehr mit

Ein Lkw-Scheibenwischermotor sorgt für ein sich drehendes KCCF-Emblem, während auf ein Dixie-Klo diesmal verzichtet wird: »Die Entsorgung ist einfach zu aufwendig«, sagt Jochen Hempel.

Wie viele Stunden schon am Wagen gewerkelt wird, hat niemand gezählt. Über Zeit- und Kostenaufwand dürfe man nicht so genau nachdenken: »Das Vergnügen entschädigt für alles«, findet Jochen Hempel. Da sei es nicht tragisch, dass der Umzug durch Harsewinkel – ab 14 Uhr durch die Innenstadt – nur zweimal je eine Stunde dauere. »Vor allem, wenn man dort in so viele lachende Augen, vor allem von Kindern, blickt«, sagt Anke Heidemann.

DJ Lutz sorgt für die passenden Sounds

Bis dahin wird das fünf Tonnen schwere, zehn Meter lange, 2,50 Meter breite und 3,30 Meter hohe Gefährt vom TÜV abgenommen. Zum Umzug werden 20 Narren auf dem Wagen mitfahren, 30 laufen als Fußvolk nebenher. Und während Dennis Fischer die Zugmaschine steuern wird, sorgt hoch auf dem bunten Wagen DJ Lutz für die passenden Sounds.

Wer abends zuvor die große Prunksitzung in der Aula besuchen möchte: Unter www.kccf.de gibt es noch restliche Karten.

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