Do., 08.02.2018

Bürgerkomitee nimmt in Benin die eigenen Projekte in Augenschein Jetzt entsteht die fünfte Schule

Dank der Abiturienten und ihrer jüngeren Mitschüler am Gymnasium sowie der Realschule sind die Klassen jetzt besser ausgestattet. Und der Schreiner, der diese Schulbänke für das Bürgerkomitee gefertigt hat, hat selbst eine vierte (rechts) gestiftet.

Dank der Abiturienten und ihrer jüngeren Mitschüler am Gymnasium sowie der Realschule sind die Klassen jetzt besser ausgestattet. Und der Schreiner, der diese Schulbänke für das Bürgerkomitee gefertigt hat, hat selbst eine vierte (rechts) gestiftet. Foto: Bürgerkomitee

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB). Das hätte sich André Quakernack, Chef des Haller Autohauses Hagemeier auch nicht träumen lassen: In Benin ist er jetzt zum König gekrönt worden. Der Unternehmer hat in Sahé, wie mehrfach berichtet, mit dem Steinhagener Bürgerkomitee eine Schule gebaut. Dafür hat ihm das Dorf gedankt – mit dem Königstitel ehrenhalber.

Zur Eröffnung der Schule ist der Haller mit Bürgerkomitee-Vorsitzender Heike Kunter, ihrem Ehemann Harald und weiteren Bürgerkomitee-Mitgliedern vor Ort gewesen. 14.500 Euro haben André und Oliver Quakernack in Sahé investiert. Mit dem befreundeten Unternehmer Marco Diekmann und dem Bürgerkomitee will sich Quakernack auch weiterhin im Schulbau engagieren.

Heike Kunter freut sich darüber: Fünf Schulen in Benin gehen damit auf das Konto der Steinhagener Entwicklungshelfer. Allesamt sind sie gemeinsam mit dem beninischen Germanistikprofessor Dr. Mensah Wekenon Tokponto und dem von ihm mitgegründeten Verein »Sonafa« realisiert worden. Der Professor überwacht als Bauherr die Projekte vor Ort – das sichert den Zeitrahmen und die eingesetzten Mittel. »Die Projekte sind solide«, sagt Heike Kunter nicht nur mit Blick auf die Schulen.

Auch die anderen, etwa die landwirtschaftlichen Projekte, die schon Unterstützung vom Bürgerkomitee bekommen haben, waren Ziel auf der zweiwöchigen Reise durch das westafrikanische Land. »Wir sehen, dass sich Projekte mit anderen zusammenschließen und sich weiterentwickeln«, sagt Heike Kunter. »Hilfe zur Selbsthilfe«: Das Motto des Bürgerkomitees funktioniere.

Weitere Schulprojekte geplant

Die erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit mit dem Verein »Sonafa« soll fortgesetzt werden. »Wir lassen gerade rechtlich prüfen, ob wir statt immer nur Neubauten zu finanzieren, auch Bauruinen übernehmen und zu Ende bauen können. Die gibt es überall im Land, weil nicht weitergebaut wurde, wenn staatliche Mittel versiegten«, so Kunter.

Ein weiteres Projekt ist das Ausbildungszentrum in Boukombé. Dort gibt es eine Schule und einen Klimagarten, die mit Bürgerkomitee-Mitteln unterstützt worden sind, dort baut das Bürgerkomitee zudem einen Schulungsraum für Gesundheits-, speziell Sexualaufklärung. Dieser ist fast fertig. Und er wird nicht nur der Schule selbst zugute kommen, sondern auch für externe Gruppen genutzt werden.

Mit Nähmaschinen: Hilfe zur Selbsthilfe

Zudem braucht die Schneiderei in Boukombé finanzielle Mittel für die Anschaffung von Nähmaschinen. »Den Absolventinnen soll eine Nähmaschine mitgegeben werden, damit sie sich in ihren Dörfern selbstständig machen können«, sagt Heike Kunter. Hilfe zur Selbsthilfe eben.

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