Di., 06.03.2018

Unterschriftensammlung in Steinhagen: Umzäunte Fläche wäre für Auslauf ideal Hundehalter suchen Wiese

Ohne Leine zu laufen und zu toben, tut Hunden gut. Jürgen Heutmann und Jerry, Eckhard und Angelika Lube mit Lucy, Andrea Heutmann mit Joy und Emanuel Doant mit Milo (v.li.) wünschen sich und anderen Hundebesitzern diese Möglichkeit.

Ohne Leine zu laufen und zu toben, tut Hunden gut. Jürgen Heutmann und Jerry, Eckhard und Angelika Lube mit Lucy, Andrea Heutmann mit Joy und Emanuel Doant mit Milo (v.li.) wünschen sich und anderen Hundebesitzern diese Möglichkeit. Foto: Eische Loose

Von Eische Loose

Steinhagen (WB). In Steinhagen gibt es etwa 1600 Hunde und keine Hundewiese. Das wollen einige Hundehalter nun ändern und sammeln Unterschriften. Hinzu kommen auch einige Vorschläge für einen möglichen geeigneten Ort einer solchen Wiese.

Emanuel Doant sowie die Familien Eckhard und Angelika Lube und Jürgen und Andrea Heutmann wissen genau, wie wichtig es für Hunde ist, auch einmal ohne Leine herumtoben zu können. Dabei treten sie nämlich in Kontakt mit anderen Hunden, was ihr Sozialverhalten stärkt – untereinander, aber auch mit fremden Menschen. Die generelle Leinenpflicht des Landes unterbindet das jedoch. Allein auf besonders ausgewiesenen und eingezäunten Flächen könnten die zahlreichen Hundehalter Steinhagens ihre Vierbeiner frei laufen lassen. Doch solche Flächen gibt es in Steinhagen bislang nicht; die nächstgelegene befindet sich am Tierpark Olderdissen in Bielefeld in etwa sieben Kilometern Entfernung.

Hundehalter sollen sich weiterhin um Hinterlassenschaften kümmern

Emanuel Doant und Eckhard Lube drängen daher nun auf die Gründung einer Art Hundelobby und die Schaffung von mindestens einer Hundewiese. Gemeinsam haben sie schon einige Flächen ins Auge gefasst, die sich als Hundewiese eignen würden. Dazu gehören ihrer Meinung nach der bisherige Abenteuerspielplatz an der Langen Straße, die Hoffläche Detert vor der Bahnhofstraße und die Wiese an der Brockhagener Straße/Ecke Austmannshof. Ginge es nach den Initiatoren, soll die Gemeinde eine dieser Flächen pachten und komplett umzäunen. Außerdem soll sie für die Rasenpflege sorgen und einen Kasten für den Hundekot aufstellen. »Um die Hinterlassenschaften müssen sich selbstverständlich die Hundehalter kümmern«, betont Eckhard Lube.

Bislang schon 100 Unterschriften gesammelt

Für einen solchen Antrag an die Gemeinde haben die Hundebesitzer derzeit schon etwa 100 Unterschriften gesammelt. Unterstützung erhalten sie von Ratsmitglied Kai Funke (CDU).

Allerdings möchte die angehende Hundelobby gern noch mehr: »Drei Hundewiesen wären ideal, zumindest eine in Brockhagen und eine für Steinhagen; und am besten käme noch eine für Amshausen dazu«, meint Eckhard Lube. Wer die Idee unterstützen möchte: Unterschriftenlisten liegen unter anderem an folgenden Stellen aus: Sonnen-Apotheke, Inas Haarstübchen, Zweirad Magerkohl, Bürobedarf Leidinger und Schreibwaren Rickel.

Unabhängig von dieser Initiative ist der Verwaltung am Montagmorgen auch ein Antrag der SPD-Fraktion an den Gemeinderat eingegangen, berichtet Ordnungsamtsleiterin Ellen Strothenke. Auch darin wird die Einrichtung einer Hundewiese gefordert. »Dieser Antrag und auch der, den die genannte Initiative stellen möchte, werden am 21. März im Rat vorgestellt. Am 22. März wird sich dann der Ordnungs- und Umweltausschuss damit befassen«», erklärt Ellen Strothenke.

 

Kein rechtlicher Anspruch in Steinhagen

Wie stehen die Chancen auf Ausweisung einer Hundewiese? »Das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Es gäbe einen rechtlichen Anspruch auf eine Hundewiese, wenn im gesamten Gemeindegebiet Leinenpflicht herrschte. Sie gilt aber laut Ortssatzung nur innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Verkehrsflächen und öffentlichen Grünflächen«, erläutert Ordnungsamtsleiterin Ellen Strothenke. »In der Natur dagegen gibt es Auslaufflächen. Hier herrscht Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit oder in Naturschutzgebieten.« Für die Anlage einer Hundewiese müsse man weitere Faktoren berücksichtigen wie das Ruhebedürfnis der Anwohner.

 

 

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