Do., 08.03.2018

Steinhagener David Lukas Stark nimmt an Simulationskonferenz teil Als Diplomat bei der UNO

Die Delegation aus Münster hat das Auswärtige Amt in Berlin besucht und sich über die aktuelle politische Lage Fidschis informiert. Denn dieses Land vertreten die Studenten, unter ihnen David Lukas Stark (3.v.r.), wenn sie zur Simulationskonferenz der UN fliegen.

Die Delegation aus Münster hat das Auswärtige Amt in Berlin besucht und sich über die aktuelle politische Lage Fidschis informiert. Denn dieses Land vertreten die Studenten, unter ihnen David Lukas Stark (3.v.r.), wenn sie zur Simulationskonferenz der UN fliegen. Foto: Stark

Von Sara Mattana

Steinhagen (WB). Wie kommt ein angehender Zahnarzt aus dem westfälischen Steinhagen als Vertreter des südpazifischen Inselstaates Fidschi in eine Konferenz bei der UNO in New York? Ganz einfach: Der 23-jährige David Lukas Stark nimmt an einem Projekt der Nonprofite-Organisation »National Model United Nation« (NMUN) teil.

Der Steinhagener David Lukas Stark studiert Zahnmedizin in Münster und ist Teil einer 16-köpfige Gruppe, die in diesen Tagen zu den Vereinten Nationen nach New York fliegt. Dort wird der 23-Jährige gemeinsam mit seinen Kommilitonen, zumeist aus den Fakultäten Jura und Politik, an einer UN-Simulationskonferenz teilnehmen und mit 5000 Studenten aus der ganzen Welt über politische Ansichten, wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Belange diskutieren.

Erste politische Erfahrungen hat David Lukas Stark schon gesammelt

»Globale Themen haben mich schon in der Schule interessiert, und auch an der Uni engagiere ich mich immer wieder bei hochschulpolitischen Programmen«, sagt David Lukas Stark, der die Grundschule Amshausen besucht hat, bevor er sein Abitur am Gymnasium Bethel machte. Mittlerweile ist er in der fachinternen Vertretung des Studienbeirats tätig, nachdem er sich lange Zeit im Studierendenparlament Münster engagiert hat und so erste politische Erfahrungen gesammelt hat.

Aus etwa 100 Bewerbern ausgewählt

Nun möchte er sich jedoch einer deutlich größeren Herausforderung stellen: Bereits im Juni vergangenen Jahres hat er sich für das »National Model United Nations« (NMUN) beworben und wurde unter etwa 100 Bewerbern ausgewählt. Seit sechs Monaten bereitet er sich nun gemeinsam mit seiner Delegation durch Probe­debatten und Resolutionen-Schreibkurse auf seinen Aufenthalt in den USA vor.

 

"

Fidschi ist in den Medien nicht sehr präsent, und es war nicht einfach, vertrauenswürdige Informationen zu finden.

David Lukas Stark

"

Denn dort muss er nicht nur auf dem aktuellen politischen Stand sein, sondern auch bestens über die derzeitige Situation Fidschis informiert sein. »Jede Delegation repräsentiert ein Land des Völkerbundes«, erklärt David Lukas Stark. Er hatte zunächst Schwierigkeiten damit, sich in die Lage des Inselstaates zu versetzen: »Fidschi ist in den Medien nicht sehr präsent, und es war nicht einfach, vertrauenswürdige Informationen zu finden. Denn auf Fidschi gab es zwei Putsche, bevor das Land wieder zur Demokratie wurde. In dieser Zeit war die Presse nicht frei. Wir mussten deshalb sehr genau überprüfen, auf welche Quellen wir uns stützen.« Fündig geworden ist er sowohl auf der Homepage der UN als auch im persönlichen Gespräch. Denn da es keine Botschaft Fidschis in Deutschland gibt, haben sich die Münsteraner Studenten per Video-Chat mit der Botschaft in London ausgetauscht.

Unterstützung kam aus dem Auswärtigen Amt

Außerdem haben sie im Auswärtigen Amt mit Martina Hammer, der Länderreferentin für Neuseeland und die pazifischen Inseln, gesprochen. »Wir haben dabei zum Beispiel erfahren, dass sich Fidschi seit 40 Jahren an Peace-Keeping-Missionen der UN beteiligt und eine immer größere Rolle im internationalen Klimaschutz einnimmt«, sagt David Lukas Stark. Als größten Konflikt des Inselstaates sieht er aktuell den Klimawandel: »Fidschis Nachbarinseln sind akut von Überschwemmungen bedroht, und auch der Meeresschutz ist ein großes Thema.«

Bevor die Gruppe jedoch vom 18. bis zum 22. März an der Konferenz teilnimmt, wird sich ein Teil der Delegation zuvor in Washington D.C. mit den Botschaftern Deutschlands und Fidschis unterhalten. In New York stehen dann lebhafte Diskussionen auf dem Programm. »Ich freue mich darauf, mich mit Menschen aus der ganzen Welt auszutauschen, die verschiedene Ansichten zur Weltpolitik haben«, sagt David Lukas Stark.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5574302?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F