Mi., 14.03.2018

Steinhagen: »Treffpunkt«-Leiterin Erika Brodt geht in den Ruhestand Vieles in Bewegung gebracht

Erika Brodt hat für den »Treffpunkt« und das Matthias-Claudius-Haus einiges angestoßen. Einer der vielen Programmpunkte der vergangenen Jahre ist der Tanztee mit Peter Wolff.

Erika Brodt hat für den »Treffpunkt« und das Matthias-Claudius-Haus einiges angestoßen. Einer der vielen Programmpunkte der vergangenen Jahre ist der Tanztee mit Peter Wolff. Foto: Volker Hagemann

Von Volker Hagemann

Steinhagen (WB). »Mir war es immer wichtig, Leute zusammenzubringen«, sagt Erika Brodt. Dafür hat die Leiterin des »Treffpunktes« im Matthias-Claudius-Haus in den vergangenen zehn Jahren ein Riesenprogramm ins Leben gerufen. Nun verabschiedet sie sich in den Ruhestand.

In der früheren »Altentagesstätte« weht längst ein frischer Wind. »Treffpunkt« heißen die Veranstaltungsräume mit Cafébetrieb – zu Recht, denn das Team der Ehrenamtlichen bringt hier die Bewohner des Matthias-Claudius-Hauses (MCH) mit Besuchern von außerhalb zusammen. Unter der Leitung von Erika Brodt ist das wöchentliche Programm kräftig gewachsen: Neben Kaffee und Kuchen gibt es Vorträge, Computerkurse für Senioren, weiterhin das Gedächtnistraining, es wird gesungen und getanzt – für letzteres engagierte Erika Brodt auch schon den Bielefelder Tanzlehrer Peter Wolff.

Um Hauszeitung und Gymnastik gekümmert

Brodt stellte eine Gesundheitsbörse im MCH auf die Beine, hat die Hauszeitung – die »Flüstertüte« – aufgepeppt und sorgt bis heute für noch mehr Bewegung im Haus: »Sportliche Angebote sind mir immer wichtig gewesen, sie halten gerade auch ältere Menschen länger fit. Gemeinsam mit Helga Fischer gibt es daher seit einiger Zeit Gymnastikangebote im ›Treffpunkt‹.« Auch MCH-Leiterin Sabine Wetzel freut sich, wie gut das angenommen wird: »Die Gymnastikkurse sind rappelvoll!« Was wohl mit daran liegt, dass Erika Brodt immer betont hat: »Ich möchte die Leute ernst nehmen, auf ihre Wünsche eingehen.« Eben niedrigschwellige Angebote zu schaffen, wie es so schön heißt.

In Steinhagen beruflich noch einmal ganz von vorn begonnen

Als die Bielefelderin im April 2008 ihre Leitungsstelle im »Treffpunkt« begann, fing sie, wie sie sagt, »mit damals 53 Jahren noch einmal ganz von vorne an«. Bis dahin hatte sich die Sozialarbeiterin und Betriebswirtin bei der AWO um  die Belange von Aussiedlern gekümmert, hatte Senioren beraten und bei der Ev. Kirchengemeinde in Augustdorf einen Ambulanten Dienst geleitet. Im Technologie- und Berufsbildungszentrum hatte sie die Ausbildung von Jugendlichen geleitet.

Mehr Zeit für Familie und Garten

Erika Brodts Nachfolgerin in der Leitung des »Treffpunktes« wird Julia Brenko, die bislang dem Sozialdienst des MCH angehört. »Sie ist mit den Angeboten vertraut, hat gleichzeitig guten Einblick in die stationäre und ambulante Versorgung der Bewohner – die ideale Nachfolgerin«, freut sich MCH-Leiterin Sabine Weitzel. Erika Brodt möchte sich künftig privaten Aktivitäten widmen: »Ich möchte die dazugewonnene Zeit mit Ehemann und Freunden nutzen, mich um unseren Garten kümmern und kleine Fahrten durch Deutschland unternehmen«, plant sie.

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