Fr., 13.07.2018

Zwei Lkw-Riesen müssen auf Bielefelder Straße auf Weiterfahrt warten – mit Video Schwertransport gestrandet – Autofaher halten sich nicht an Sperrungen

Abgesperrt: Warnbaken lenken den Verkehr, der trotz Sperrung noch vorhanden ist, auf der Bielefelder Straße kurz vor der Einmündung zur Langen Straße sowie ein paar Meter weiter auf der Rampe zur A33 Auffahrt an den beiden Lkw-Riesen vorbei.

Abgesperrt: Warnbaken lenken den Verkehr, der trotz Sperrung noch vorhanden ist, auf der Bielefelder Straße kurz vor der Einmündung zur Langen Straße sowie ein paar Meter weiter auf der Rampe zur A33 Auffahrt an den beiden Lkw-Riesen vorbei. Foto: Bluhm-Weinhold

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB). Der schwere Unfall auf der A2 in Bielefeld am Mittwochabend hatte Auswirkungen bis Steinhagen. Denn deshalb blockierte ein Schwertransport auf der Bielefelder Straße am Donnerstag den ganzen Tag über den Verkehr. Das führte – wie berichtet – am Nachmittag zu Chaos, weil sich Autofahrer nicht an die Sperrung hielten.

Erst gegen 22 Uhr am Donnerstagabend konnte es, bedingt durch die Nachtfahrt-Genehmigung, weitergehen. Die Bielefelder Straße war vom ZOB an Richtung Autobahn für den Durchgangsverkehr gesperrt, etliche Lkw und Pkw fuhren dennoch weiter. Die Polizei hatte mit dem Steinhagener Bauhof am Morgen die Sperrung eingerichtet. In Richtung Dorf war dagegen freie Fahrt, und frei war auch die Autobahnauffahrt selbst. Die Autofahrer wurden über die Bahnhofstraße umgeleitet.

Während es morgens nach Auskunft der Polizei offenbar dank des Verkehrsfunks weitgehend problemlos lief, war am Nachmittag trotz der Sperrung viel Verkehr unterwegs. Die Polizei war mehrfach vor Ort und ahndete Verstöße.

Frühzeitig gewarnt

Die Holländer hatten am Mittwochabend ein gutes Frühwarnsystem: »Durch andere Lkw-Fahrer haben wir von dem Unfall auf der A2 erfahren und wussten, dass wir da nicht durchkommen«, sagte Andreas Packheiser von der Dortmunder Firma ICS gestern dem WESTFALEN-BLATT. ICS macht anstelle der Polizei für das Land NRW den Geleitservice für außergewöhnliche Transporte.

Der Konvoi der niederländischen Transportfirma kam mit zwei Fahrzeugen aus Borgholzhausen, wo er das Gestänge für Aufzüge geladen hatte, über die Umgehungsstraße und die Brockhagener sowie Bielefelder Straße. Über die A33, die A2, die A1 und die B54 sollte es nach Gronau an der holländischen Grenze gehen. Doch kurz vor der Autobahnauffahrt war um 23 Uhr Schluss: »Wir haben mit der Polizei überlegt, was zu tun ist«, so Packheiser.

Konvoi umfasst vier Fahrzeuge

Dass ein Schwertransport mal nicht weiterkommt und unplanmäßig abgestellt werden muss, das ist für den Fachmann Andreas Packheiser, der 17 Jahre lang selbst solche Transporte gefahren hat, nichts Ungewöhnliches. Aber wenn solche Lkw-Riesen irgendwo stranden, dann muss das genau abgestimmt werden. »In diesem Fall war es besser, auf dem Autobahnzubringer zu bleiben als auf der Autobahn«, so Packheiser.

Erst war auch überlegt worden, wie Packheiser sagte, ob man nicht die Autobahn zwischen Steinhagen und Künsebeck sperrt, die beiden Riesen bis Künsebeck lotst und auf dem schon gebauten, aber noch nicht freigegebenen A33-Abschnitt abstellt. »Das war nicht möglich, weil die Transporter dann zwei Kilometer rückwärts hätten fahren müssen«, so Packheiser.

Insgesamt besteht der Transport aus vier Fahrzeugen. Das erste war Mittwochabend noch vor dem Unfall hergekommen. Das Vierte war an der Industriestraße in Borgholzhausen noch gar nicht losgefahren.

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