Sa., 14.07.2018

Ronny Schwarz fährt mit dem Motorrad 9000 Kilometer durch Skandinavien Im Reich der Elche und Trolle

Wasserfälle hat Norwegen unendlich viele – dies ist einer der imposantesten: der Låtefossen, 165 Meter hoher Zwillingswasserfall.

Wasserfälle hat Norwegen unendlich viele – dies ist einer der imposantesten: der Låtefossen, 165 Meter hoher Zwillingswasserfall. Foto: Ronny Schwarz

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen  (WB). Der nördlichste Punkt Europas fehlte Motorrad-Vielfahrer Ronny Schwarz noch in seiner Sammlung. Jetzt hat er ihn besucht – und mehr noch: auf 9000 Kilometern eine spannende Reise durch Skandinavien erlebt.

Diesmal war kein Langstrecken-Schnelligkeitsrekord gefragt, der dem Steinhagen doch sonst so liegt. Diesmal ging es vielmehr darum, möglichst viel vom Norden zu sehen. Kilometer kommen dabei auch zusammen – und zwar reichlich: 8968 waren es in zwölf Tagen. »4000 davon im Regen«, so Schwarz.

Und schlechtes Wetter hat ihm leider auch den nördlichsten Punkt Europas vermiest: Das Nordkap fand er zwar, obwohl er kaum die Hand vor Augen sah. Doch das »Sahnehäubchen« blieb ihm verwehrt: Die Wanderung auf die Landzunge Knivskjellødden hinaus ist zu gefährlich bei Nebel.

Von der Eismeerkathedrale auf die Lofoten

Bis dahin hatte Ronny Schwarz aber auch schon jede Menge gesehen. Mit seiner BMW R1200 RT LC war er über die beiden Belt-Brücken gefahren, hoch durch Schweden, ab Stockholm immer am Bottnischen Meerbusen entlang, dann quer durch Nordfinnland – nur schnell weg von den Millionen Mücken am Inarisee. Über schmale Straßen erreichte er Kirkenes, die östlichste Stadt Norwegens direkt an der russischen Grenze. Die Eismeerkathedrale in Tromsö hat es ihm ebenso angetan wie der Himmel über den Lofoten, der sich so toll verfärbt. »Trotz des Nebels«, so Schwarz.

Viele Rentiere und auch drei Elche hat er gesehen. »Es war ein Abenteuerurlaub«, so Schwarz. Mit Zelt und Schlafsack war er auch übernachtungstechnisch für alle Fälle gerüstet. Zum Glück haben Norwegens Campingplätze aber auch viele Hütten. Etwas Komfort wenigstens, wenn es schon immerzu schüttet und mit vier Grad auch eher winterlich ist.

Geiranger und die Trollstigen

Doch das Land der Elche und Trolle hatte auch Sommer zu bieten: Je südlicher der Steinhagener kam umso sonniger wurde es. Und an jeder Ecke Staunen über diese grandiose Landschaft. Um nur einige Beispiele zu nennen: Dder Blick vom Dalsnibba hinunter in den Geirangerfjord, leider etwas vernebelt von den Abgasen der Kreuzfahrtschiffe, der Laksfossen, Europas wasserreichster Wasserfall, und natürlich auch die Haarnadelkurven der Trollstigen – selbst für einen Routinier wie Ronny Schwarz, der die Pässe der Pyrenäen und Dolomiten kennt, ein Genuss.

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