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Do., 13.04.2017

Stadion-Klage: Streit-Parteien wollen mehr Zeit für Gespräche Gericht sagt Termin ab

Eine Entscheidung im Stadion-Streit ist vertagt worden. Die Parteien wollen weitere Gespräche führen.

Eine Entscheidung im Stadion-Streit ist vertagt worden. Die Parteien wollen weitere Gespräche führen. Foto: Julian Heuking

Verl (WB/jst). Zwölf Tage vor einer mündlichen Verhandlung am Verwaltungsgericht in Minden gibt es im Stadion-Streit noch keine Einigung. Die Stadt und die klagenden Nachbarinnen der Arena sind aber offenbar weiter an einer außergerichtlichen Lösung interessiert.

Deshalb haben die beteiligten Parteien die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichtes gebeten, die für 25. April angesetzte Verhandlung der Nachbarklage gegen die Baugenehmigung für den Ausbau der Sportclub-Arena aufzuheben. Diesem Wunsch ist das Gericht in Minden gestern nachgekommen.

Wie berichtet, führen Stadt und Nachbarinnen der Sportstätte seit einigen Wochen Gespräche. »Wir sind damit noch nicht fertig«, begründet Michael Esken den zeitlichen Aufschub. Wie lange die Verhandlungen noch dauern könnten, schätzt der Bürgermeister gestern nicht ab. Er geht aber davon aus, dass die Gespräche in diesem Jahr beendet werden. »Auf der Zielgeraden sind wir jedoch noch nicht«, so Esken, der diese Angelegenheit gerne rechtzeitig zum Beginn der neuen Saison am letzten Wochenende im Juli erledigen will.

Bisher gibts also keine Einigung. Dafür ist es jetzt laut Esken aber ohnehin zu spät – zumindest mit Blick auf den ursprünglichen Verhandlungstermin am 25. April. Der Grund: Für sämtliche Maßnahme, die jenseits eines 25 000-Euro-Budgets liegen, benötigt der Verwaltungschef die Zustimmung der Politik. »Dafür wäre es jetzt mit Blick auf den 25. April zu spät«, sagt Esken, der in diesem Zusammenhang klargestellt wissen will, dass es hier nicht um das Auszahlen eines Geldbetrages geht. Man prüfe verschiedene Maßnahmen, um die betreffenden Stadion-Anliegerinnen besser vor Emissionen schützen zu können. Die Nachbarinnen hatten ihre Klage seinerzeit mit Lärm- und Lichtbelästigungen begründet.

Der Kläger-Anwalt Heinrich Loriz (Paderborn) war am Mittwoch wegen Urlaubs für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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