Sa., 30.12.2017

Stadt investiert 25.000 Euro, damit keine Kabel mehr teuer verlegt werden müssen Starkstrom an den Festwiesen

Unscheinbarer Kasten mit großer Wirkung: Die Volksbank-Wiese und die am Gymnasium haben nun Starkstrom.

Unscheinbarer Kasten mit großer Wirkung: Die Volksbank-Wiese und die am Gymnasium haben nun Starkstrom. Foto: Kerstin Eigendorf

Verl (keig). Vielen Verlern wird er mit Sicherheit schon aufgefallen sein: der große graue Kasten direkt an der Volksbankwiese in Höhe der St.-Anna-Straße. Und so einige werden sich gefragt haben, was es mit diesem auf sich hat. Auf Anfrage dieser Zeitung hat die Stadt nun mitgeteilt, dass sie für etwa 25.000 Euro für einen dauerhaften Starkstromanschluss im Bereich der beiden Wiesen an der Volksbank und am Gymnasium gesorgt hat.

Hintergrund dieser Investition ist, dass sich die Volksbankwiese und die Wiese am Gymnasium zu Festwiesen gemausert haben und somit aufgrund zahlreicher Veranstaltung besser verkabelt sein sollen. »Früher mussten bei jeder Veranstaltung aufwändig Stromleitungen verlegt werden, das war sehr kostenintensiv: Die Verkabelung eines Platzes kostete zwischen 2500 und 5000 Euro pro Veranstaltung«, berichtet Bürgermeister Michael Esken. Daher habe die Stadt eine so genannte »dauerhafte Stromunterverteilung« installieren lassen. Einfacher ausgedrückt: Es wurde ein Starkstromanschluss gelegt. Dieser ist ausgelegt für eine maximale Lastaufnahme von etwa 260 Kilowatt. Fünf Werktage hat vor einigen Monaten die Installation des Kastens gedauert – mit Untergrundarbeiten.

Ohne den neuen Kasten musste immer auf Anschlüsse wie im Gymnasium oder in der Volksbank zurückgegriffen werden bei Veranstaltungen wie »Verler Leben«, »Mittwochs in Verl« oder dem »Internationalen Weihnachtszauber«. »Das ist besonders wegen der Sicherheitsvorkehrungen aufwändig gewesen«, betont Esken. Diese hätten schließlich Vorrang. »Und das ist nicht vergleichbar mit dem Vorgang zu Hause, bei dem man mal schnell eine Dreifachsteckdose nutzt«, sagt der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern. Da seien zum Beispiel beim »Internationalen Weihnachtszauber« im Dezember des vergangenen Jahres schnell Kosten von 3000 bis 4000 Euro zusammen gekommen, nur für diese arbeitsintensive Verkabelung.

Bürgermeister Esken geht davon aus, dass sich die Investition in die Installation des dauerhaften Starkstromanschlusses bereits in drei Jahren amortisiert hat. Denn die 25.000 Euro hätten mindestens investiert werden müssen, wenn man die Anschlusskosten bei allen Veranstaltungen im Bereich der Festwiesen in den kommenden drei Jahren zusammenrechnet. »Wir werden das Geld also schon in fast drei Jahren wieder eingespielt haben«, betont Esken. So eine Entscheidung sei unbedingt nötig gewesen beim Blick auf die Entwicklung der beiden Wiesen. »Sie haben sich als Festwiesen etabliert«, sagt Esken.

Jetzt müssen die Veranstalter nur noch die Stromkosten zahlen, Stromleitungen aufwändig verlegen und den Aufwand bezahlen war gestern. Darüber sind Veranstalter wie Susanne Grund und Kerstin Moseler, die den »Internationalen Weihnachtszauber« auf die Beine stellen, froh. »Das ist für uns eine erhebliche finanzielle Erleichterung«, sagt Susanne Grund. Denn der Stromanschluss sei ein enormer Kostenfaktor gewesen. Und Grund fasst zusammen, was viele Veranstalter denken werden: »Das sieht aus wie ein unscheinbarer Kasten. Er hat für uns Veranstalter aber eine große Wirkung.«

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