Sa., 03.03.2018

Verler Küchenhersteller investiert dreistellige Millionensumme in neues Werk Bis 2020 soll das neue Nobilia-Werk in Saarlouis stehen

Auf diesem Areal in der Nähe der Stadt Saarlouis im Saarland will Nobilia bis 2020 ein neues Küchenwerk mit 1000 Beschäftigten errichten.

Auf diesem Areal in der Nähe der Stadt Saarlouis im Saarland will Nobilia bis 2020 ein neues Küchenwerk mit 1000 Beschäftigten errichten.

Von Edgar Fels

Verl/Saarlouis (WB). Deutschlands größter Küchenhersteller Nobilia aus Verl hat wie erwartet im Saarland ein 30 Hektar großes Grundstück gekauft. Bis 2020 soll dort ein Werk entstehen, das bis zu 1000 Arbeitsplätze schafft.

Nobilia-Chef Lars Bopf betonte am Freitag nach der Beurkundung des Kaufvertrages in Saarlouis, dass der Grundstückskauf im Industriegebiet »Lisdorfer Berg« keine Entscheidung gegen den bisherigen Standort Verl sei. »Nach wie vor wollen wir die Erweiterung des Standortes Kaunitz vorantreiben.« Das geplante Werk in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze werde vor allem mit Blick auf die Kunden in Frankreich und Belgien gebaut.

»Der französische Markt ist für Nobilia nach Deutschland der zweitwichtigste Markt im Portfolio«, sagte Bopf. »Saarlouis ist grenznah gelegen. Insofern kommen wir unseren Kunden in Frankreich und in weiteren südeuropäischen Ländern geografisch ein gutes Stück entgegen. Das spart Transportwege und Lieferzeiten und führt so zu einer optimierten Logistik.« Zudem gebe es eine sehr gute Verkehrsanbindung.

Details sind der nächste Schritt

Nobilia investiert Bopf zufolge einen dreistelligen Millionenbetrag in das Vorhaben. Im nächsten Schritt gehe es um die Baugenehmigung und die weitere Detailplanung. Zudem müssten notwendige Maschinen bestellt werden. Geplant sei, dass im Saarland in Verl vorgefertigte Teile weiterverarbeitet werden. Bopf: »Der erste Schrank in Saarlouis läuft vermutlich nicht vor dem Jahr 2020 vom Band.«

Zudem biete das Saarland ein gutes Fachkräfteangebot. Nobilia benötige in vielen unterschiedlichen Berufsfeldern Mitarbeiter mit französischen Sprachkenntnissen. Daher sei bereits ein eigenständiges Vertriebsbüro in Saarbrücken eingerichtet worden. Bopf: »In diesem Bereich haben wir also schon neue Mitarbeiter eingestellt, die speziell unsere französischen Kunden betreuen.«

Großer Wurf für das Saarland

Für das Saarland ist das Nobilia-Engagement eine der größten Firmen-Ansiedlungen der letzten Jahrzehnte. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte: »Ich heiße Nobilia im Saarland herzlich willkommen. Hier entstehen beste Voraussetzungen für Wachstum und Beschäftigung und damit ein Stück Zukunft für die gesamte Region.« Der Lisdorfer Berg sei eine der größten Ansiedlungsflächen im Südwesten Deutschlands und eine Erfolgsgeschichte für den Wirtschaftsstandort Saarland.

Thomas Schuck, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Saar (gwSaar), frohlockte: »Ein großer Wurf – vergleichbar große Industrie-Ansiedlungen liegen mit den Ford-Werken oder ZF mehrere Jahrzehnte zurück.«

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