Di., 06.03.2018

Wegen Renovierungsarbeiten in Sürenheide müssen Kommunionkinder ausweichen Kirche nicht fertig: Kaunitz hilft aus

Weil sich die Renovierung der Thaddäus-Kirche hinzieht, müssen die Kommunionkinder ausweichen.

Weil sich die Renovierung der Thaddäus-Kirche hinzieht, müssen die Kommunionkinder ausweichen.

Von Andreas Berenbrinker

Verl-Sürenheide (WB). Kaunitzer Asyl für die Sürenheider Kommunionkinder. Da die Renovierungsarbeiten in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, kann die Erstkommunion dort nicht stattfinden.

Es war ein ambitioniertes Ziel. Innerhalb von nur gut einem halben Jahr sollte das Gotteshaus in Sürenheide umfassend renoviert werden. Die erste Messe in der neu gestalteten Kirche sollte am Palmsonntag, 25. März, stattfinden. Auch das Osterfest und die Erstkommunion sollten dann in der renovierten Kirche gefeiert werden. Daraus wird nun nichts, wie Pfarrer Karl-Josef Auris, Leiter des Pastoralverbundes Verl und Schloß Holte-Stukenbrock gegenüber dieser Zeitung bestätigte.

Pfarrer Auris: »Es ist wirklich schade, aber wir werden mit den Arbeiten nicht rechtzeitig fertig.« Dies sei zwar ärgerlich und man hätte es sicherlich irgendwie schaffen können. »Aber es ist nicht zu ändern, und wir können nicht zaubern.« Ohne konkret werden zu können, machte der Geistliche Verzögerungen bei den Arbeiten für das Verfehlen der Zielsetzung verantwortlich. Wie schon die Messen zu Weihnachten werden nun auch die Gottesdienste zu Ostern im Pfarrheim stattfinden, 180 Stühle stehen dort zur Verfügung.

"

»Es ist nicht zu ändern, und wir können nicht zaubern.«

Karl-Josef Auris

"

Besonders ärgerlich wird es für die 21 Kommunionkinder und deren Familien, die das Sakrament der ersten heiligen Kommunion nicht in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche empfangen können. »Auf Wunsch der Eltern wird die Erstkommunion in der Kaunitzer Kirche und nicht im Sürenheider Pfarrheim stattfinden«, sagt Pfarrer Karl-Josef Auris. Am Weißen Sonntag werden sich also einige Sürenheider Familien auf den Weg zur St.-Marien-Kirche machen, um dort im festlichen Rahmen zu feiern. Ein Vorteil sei immerhin, dass die Sürenheider Familien dort unter sich sein werden, so Pfarrer Auris. Planmäßige Sonntagsmessen wird es ab April in Kaunitz nicht mehr geben – in Sürenheide entfallen auf der anderen Seite die Vorabendmessen am Samstag.

Einen genauen Termin zur endgültigen Fertigstellung der St.-Judas-Thaddäus-Kirche konnte und wollte Pfarrer Auris nicht nennen. »Sonst gibt es wieder eine Enttäuschung.« Es sei aber das klare Ziel, dass der Sürenheider Pastor Markus Korsus sein 40-jähriges Priesterjubiläum im Mai in der Kirche feiern wird.

Im 1954 erbauten Gotteshaus gibt es zurzeit umfassende Arbeiten. Der Fußboden wird erneuert, es gibt einen neuen Anstrich, einige Scheiben der Fenster werden getauscht. Der Altar wird aus dem Chorraum nach unten versetzt und auch der Taufstein wird neu positioniert. Außerdem wird die Licht- und Heizungsanlage erneuert, und es gibt eine automatisch öffnende Haupttür, beispielsweise für Rollstuhlfahrer. Ein herausragendes Element der Maßnahmen ist der Bau einer Betkapelle innerhalb der Kirche, die mit einem separatem Eingang ausgestattet wird. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Sakristei inklusive der Außentreppe renoviert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5569476?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F