Mi., 07.03.2018

St.-Anna-Haus bekommt neuen Träger – Vorbereitungen dauern zwei Jahre Caritas übernimmt Altenzentrum

Die Beteiligten an der Trägerübertragung sind erleichtert und zugleich optimistisch: stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Brigitte Gnegel, Pfarrer Karl-Josef Auris, Caritas-Vorstand Matthias Timmermann, Inge Beckervordersandforth und Alfred Genet vom Heimbeirat, Heimleiter Jürgen Mertes, Beigeordneter Heribert Schönauer sowie Kerstin Pleus (Fachbereichsleitung Leben und Wohnen im Alter beim Caritasverband).

Die Beteiligten an der Trägerübertragung sind erleichtert und zugleich optimistisch: stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Brigitte Gnegel, Pfarrer Karl-Josef Auris, Caritas-Vorstand Matthias Timmermann, Inge Beckervordersandforth und Alfred Genet vom Heimbeirat, Heimleiter Jürgen Mertes, Beigeordneter Heribert Schönauer sowie Kerstin Pleus (Fachbereichsleitung Leben und Wohnen im Alter beim Caritasverband). Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Ein gut gehütetes Geheimnis ist am Dienstag gelüftet worden. Der Caritas-Verband für den Kreis Gütersloh hat die Trägerschaft des St.-Anna-Altenzentrums übernommen. Neuer Name der Einrichtung: Caritas-Haus St. Anna.

Die offizielle Übertragung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar. Damit sind etwa zweijährige Verhandlungen beendet. Die Beteiligten – die Kirchengemeinde St. Anna auf der einen, der Caritasverband auf der anderen Seite – bezeichneten die Zusammenarbeit in dieser Zeit als gut und sprachen sich gegenseitig den Dank dafür aus.

Das sind die Pläne

Matthias Timmermann stellte erste Umbaupläne vor. Danach soll hinter dem Haus ein dreistöckiger Anbau mit 48 Zimmern entstehen. Wenn dieser fertig ist, sollen die Heimbewohner aus dem 90er-Jahre-Anbau in den Neubau umziehen. Anschließend soll der dann leer stehende 90er-Jahre-Anbau saniert werden. Wenn das passiert ist, können die Bewohner des Altbaus in den sanierten Teil umziehen. Als Letztes ist eine Sanierung des Altbaus geplant. Das historische Gebäude soll etwa zu einem Drittel Verwaltungs- und Betriebsräume beherbergen. Die restlichen zwei Drittel, etwa 2000 Quadratmeter, könnten für betreutes Wohnen genutzt werden.

Alles aus einer Hand

Es ist die erste Vollzeitpflegeeinrichtung des Caritasverbandes, dem vor dieser neuen Aufgabe jedoch nicht bange ist. »Wir bieten alles an und haben Erfahrung in der Pflege«, sagte Matthias Timmermann (Vorstand Caritasverband) anlässlich der Bekanntgabe.

So betreibt der Caritasverband in einem Nachbargebäude des Altenheims seit 1994 eine Sozialstation und hat bis heute die ambulante Betreuung alter Menschen in Verl Schritt für Schritt ausgebaut. Dazu gehören unter anderem der Hausnotruf, das Essen auf Rädern und seit 2012 eine Tagespflegeeinrichtung. »Die Leute bekommen jetzt alles aus einer Hand.«

»Die Verler Bürger sollen sich mit der Einrichtung identifizieren können«, sagt Brigitte Gnegel, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende des St.-Anna-Hauses. Deshalb sei für die Kirchengemeinde eigentlich niemand anders als der Caritasverband als Träger infrage gekommen, da für viele Verler Caritas und Altenpflege seit jeher nahezu gleichbedeutend seien.

Die Arbeit im Heim wird immer komplexer

Die vollständige Leitung eines Altenheimes durch einen Kirchenvorstand sei nicht mehr zeitgemäß, sagt Pfarrer Karl-Josef Auris: »Ein so umfangreiches Know-how können wir nicht mehr leisten.« Allein die Übergabe sei ein unglaublich komplexer Vorgang gewesen, in den allein Brigitte Gnegel »unendlich viele Ehrenamtsstunden« investiert habe. Hinzu komme, dass die Diözese in den Vorgang einbezogen werden musste und viele Absprachen zu berücksichtigen waren.

Bereits seit dem Sommer 2016 ist der Caritasverband Geschäftsbesorger für das Anna-Haus, tritt als Verwaltungsdienstleister auf. Mit dem Ruhestand der ehemaligen Heimleiterin, Hannelore Gellner, und des damaligen Pfarrers, Hermann Josef Hölscher, begannen die Überlegungen zur Trägerübertragung. »Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl«, sagt Kerstin Pleus (Fachbereichsleiterin Leben und Wohnen im Alter beim Caritasverband). Sie lobt das enge Miteinander aller Beteiligten.

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