Do., 08.03.2018

Jugendhilfeausschuss stimmt Erweiterung des St.-Anna-Kindergartens zu Kita-Plätze: Verl ist gerüstet

Die Kindertagesstätte St. Anna soll bis zu den Sommerferien um eine Gruppe erweitert werden.

Die Kindertagesstätte St. Anna soll bis zu den Sommerferien um eine Gruppe erweitert werden. Foto: Kerstin Eigendorf

Verl (WB/kl). Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Verl wird auch in der Zukunft gedeckt werden können.  Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt, die Kindertagesstätte St. Anna um eine Gruppe auszubauen (wir berichteten in der Ausgabe am 3. März).

Der Träger der Einrichtung, die Minden-Ravensberg-Lippe gGmbH, hat sich zu dem Ausbau bereit erklärt. Die Erweiterung ist relativ unproblematisch, weil es ein bereits voll isoliertes Dachgeschoss gibt, das für einen solchen Ausbau vorgesehen ist. Erster Beigeordneter Heribert Schönauer erläuterte im Ausschuss den Plan. Danach sollen ein Gruppenraum, ein gemeinsamer Waschraum, Garderoben und ein Mehrzweckraum neu entstehen.

Auch bei den Kosten in Höhe von etwa 225.000 Euro herrscht Einigkeit, 50 Prozent übernimmt die Stadt, 25 Prozent der Träger, die restlichen 25 Prozent sollen zu einem Drittel vom Träger und zu zwei Dritteln von der Stadt übernommen werden. Allerdings werden Landesfördermittel beantragt, und mit einer Bewilligung ist zu rechnen.

Schönauer geht davon aus, dass die fünfte Gruppe fristgerecht nach den Sommerferien in Betrieb gehen kann. Damit entstehen weitere 25 Kindergartenplätze für das Kindergartenjahr 2018/19 für Kinder über drei Jahren. Und sie können dort angeboten werden, wo auch der Bedarf vorhanden ist, nämlich in Verl-Mitte/Nord.

Das ist jedoch noch nicht alles. Schönauer erinnerte daran, dass zum Kindergartenjahr 2019/20 die geplante Drei-Gruppen-Einrichtung der Von-Laer-Stiftung am Leinenweg in Betrieb gehen soll. Ferner ist die Erweiterung des Kindergartens in Sürenheide auf fünf Gruppen vorgesehen.

»Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen«, so Schönauer. Mit den Neubau-Maßnahmen und Erweiterungen des vergangenen Jahres werden dann bis 2019 zwölf Gruppen entstanden sein. »Das entspricht drei Vier-Gruppen-Einrichtungen.«

Jugendamtsleiter Patrick Bullermann hatte zuvor die Anmeldezahlen für das kommende Kindergartenjahr vorgestellt. 951 Plätze können dann in Verl angeboten werden, davon 770 für Kinder über drei Jahre (wir berichteten am 1. März). Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (921 Plätze gesamt, 729 für Ü3-Kinder), eine Auswirkung der geburtenstarken Jahrgänge.

Dafür entstehen fast 7,7 Millionen Euro Betriebskosten, von denen die Stadt knapp 4 Millionen selbst trägt, der Rest geht aufs Land und den jeweiligen Träger. Um den gesamten Bedarf an Kindergartenplätzen zu decken, reichen die 951 Plätze nicht ganz. Damit das gelingt, werden auch noch 110 Tagespflegeplätze benötigt. 2017 waren es noch 80, im laufenden Jahr sind es 100 Plätze.

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