Do., 08.03.2018

Verl will in vielen Bereichen mit anderen Kommunen kooperieren Stadt reicht Nachbarn die Hand

Hand drauf: Die Stadt Verl strebt mehr Zusammenarbeit mit anderen Kommunen in der Region an. Beispiele wären Kooperationen beim Wandertourismus, öffentlichem WLAN und Radtouren durch die Region.

Hand drauf: Die Stadt Verl strebt mehr Zusammenarbeit mit anderen Kommunen in der Region an. Beispiele wären Kooperationen beim Wandertourismus, öffentlichem WLAN und Radtouren durch die Region. Foto: dpa, Weserbergland Tourismus e.V.

Von Kerstin Eigendorf

Verl (WB). Rad- und Wanderwege, Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung: Das sind nur einige von vielen Themen, bei denen Verl durch Netzwerke und interkommunale Projekte profitieren will. Einige sind Thema im Hauptausschuss in der kommenden Woche.

Region verknüpfen

Die Stadt Verl soll als ordentliches Mitglied dem Verein Regiopol-Region Paderborn beitreten. Die jährlichen Kosten betragen laut Beitragsordnung 15 Cent pro Einwohner – also für Verl für dieses Jahr etwa 3948,45 Euro. Wichtige Themen des Vereins, den Paderborn, Lippstadt, Warburg und Altenbeken ins Leben gerufen haben, sind Siedlungsentwicklung und Wohnungsmarkt, Mobilität und Verkehr, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bildung, Daseinsvorsorge, Gesundheit, Sport und Kultur sowie regionale Zusammenarbeit und Verwaltungskooperation. Mittlerweile sind zahlreiche Kommunen in OWL dem Verein beigetreten, um die Regionen besser zu verflechten. Verl erhofft sich durch diese Mitgliedschaft auch, verschiedene Fördertöpfe anzapfen zu können.

Innenstadt stärken

Die Stadt Verl soll Mitglied des »Netzwerks Innenstadt NRW« für zunächst drei Jahre werden. Der Mitgliedbeitrag in Höhe von 2000 Euro im Jahr soll im Haushaltsplanentwurf Berücksichtigung finden. Als Gastmitglied bei Veranstaltungen des Netzwerkes konnte die Stadt Verl bereits profitieren. »Beispielsweise ist hier die Arbeitshilfe ›Freies WLAN in der Innenstadt‹ zu nennen, von der die Stadt Verl bereits bei der aktuellen Umsetzung des WLAN profitieren konnte«, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Hauptausschuss am Dienstag, 13. März, um 18 Uhr. Das »Netzwerk Innenstadt NRW« ist als freiwillige Arbeitsgemeinschaft von Städten und Gemeinden in NRW 2008 ins Leben gerufen worden.

Tourismus-Projekt

Der Verwaltung schwebt auch eine Tourismuspartnerschaft mit der OstWestfalenLippe GmbH – auch bekannt als Teutoburger-Wald-Tourismus – vor. »Wir wollen natürlich keine Tourismushochburg werden, aber auf diesem Weg stärken wir die interkommunale Zusammenarbeit und sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft nicht abgehängt werden«, sagt Bürgermeister Michael Esken. Man könne als finanziell solide Stadt zwar viel mit dem eigenen Geld machen, aber in Form von Städtepartnerschaften gehe es oft besser. Als Beispiel nennt Esken die Attraktivitätssteigerung von Fahrradrouten. »Da gibt es auch Zuschüsse zum Ausbau.«

Wandern als Thema

Verl soll Teil des Projektes »EFRE – zukunftsfit wandern« sein. Jede Kommune im Kreis Gütersloh soll dabei eine Zielvorstellung zum Thema Wandern entwickeln. Dabei soll ein »Netzwerk Wandertourismus« aufgebaut und qualifiziert werden, denn die Region soll Pilotregion für den Qualitätsgastgeber »Wanderbares Deutschland« sein. Ziel ist es, auch die Wandervereine in das Projekt zu integrieren und wirtschaftliche Impulse zu setzen. Im Laufe des Projektes soll es in jeder teilnehmenden Kommune einen sehr guter Wanderweg in der Kommune und einen weiteren ortsübergreifender Wanderweg geben. Jede Kommune zahlt 500 Euro pro Jahr.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5574199?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F