Di., 17.04.2018

Frauengemeinschaft Kaunitz übergibt 87 Karten mit Unterschriften Gegen die Altersarmut

»Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen«: 87 Unterschriften haben (von links) Mechthild Vielmeyer, Christa Netenjakob, Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus, Mechthild Nüst und Helga Jacobfeuerborn übergeben.

»Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen«: 87 Unterschriften haben (von links) Mechthild Vielmeyer, Christa Netenjakob, Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus, Mechthild Nüst und Helga Jacobfeuerborn übergeben. Foto: Renate Ibeler

Von Renate Ibeler

Verl-Kaunitz (WB). Die aktuelle Rentendiskussion ist zurzeit auch »heißes« Gesprächsthema in der katholischen Frauengemeinschaft Kaunitz.

Am Freitagvormittag hat die erste Vorsitzende Christa Netenjakob 87 Postkarten der Aktion »Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen« an den Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus übergeben.

Die Aktion wurde am Tag nach der Bundestagswahl im September 2017 gestartet. Im November konnte beim Spitzentreffen der katholischen Verbände eine erste Zwischenbilanz gezogen werden.

Mehr als eine Viertelmillion Postkarten mit der Forderung einer Rentenreform waren ausgefüllt und an die Bündnispartner geschickt worden. Dazu gehören der Familienbund der Katholiken (FDK), Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB), Kolpingwerk Deutschland, Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) und Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Sie möchten ihre Forderungen unbedingt in die neue Bundesregierung mit einbringen.

»Das Rentensystem ist ein wichtiges Thema«, stellte Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus heraus, als er die Unterschriften der Kaunitzer katholischen Frauen entgegennahm. Am 21. Juni sei eine große Veranstaltung zu diesem Thema in Gütersloh geplant, teilte er mit. Einzelheiten würden noch bekannt gegeben. Außerdem laufe die Postkartenaktion noch.

Zur Information: die Forderungen der katholischen Verbände beinhalten zum Beispiel, dass Bürger durch eine existenzsichere Sockelrente abgesichert sein sollen und individuelle Rentenanwartschaften erhalten. Außerdem soll sich die Pflege von Angehörigen nach dem Eintritt ins Rentenalter rentensteigernd auswirken und auch für vor 1992 geborene Kinder sollen drei Jahre Erziehungszeiten anerkannt werden.

Eine weitere Forderung ist, die gesetzliche Rentenversicherung dahingehend zu erweitern, dass sie alle Erwerbstätigen einbezieht und langfristig zu einer allgemeinen Erwerbstätigenversicherung ausgebaut wird. Informationen gibt es im Internet .

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