Do., 12.07.2018

Schützenhalle: Ausschuss erteilt Bürgermeister den Auftrag für Verhandlung Zuschuss höchstens zwei Millionen

Alle Fraktionen begrüßen, dass die Bruderschaft ein neues Gebäude dem sanierten Altbau vorzieht.

Alle Fraktionen begrüßen, dass die Bruderschaft ein neues Gebäude dem sanierten Altbau vorzieht. Foto: Kerstin Eigendorf

Von Petra Blöß

Verl (WB). Den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun: Das ist der Tenor einer ausführlichen Diskussion im Hauptausschuss. Am Dienstagabend wünschte sich Bürgermeister Michael Esken einen Verhandlungsauftrag von der Politik, um mit den Verantwortlichen der St.-Hubertus-Schützengilde die Kooperation zum Bau einer neuen Schützenhalle zu diskutieren und Ideen, Wünsche und Vorstellungen abzugleichen.

Letztere gibt es auf Seiten der Bürgervertreter offenbar schon reichlich, wie die Diskussion im Hauptausschuss deutlich machte. CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch blickte zunächst zurück auf einen Antrag der Christdemokraten aus dem Sommer 2016. Seinerzeit war noch eine Sanierung und Modernisierung des Gebäudes an der bildprägenden Ortszufahrt zur Kernstadt angedacht: »Wir haben damals den Stein ins Rollen gebracht, irre, wie die Zeit ins Land geht.« Ein schönes Entree für die Stadt zu schaffen und eine Gebäudenutzung für die Kommune zu erreichen, seien Ziele. Und es gelte abzuklären, wie viele und welche Nutzungstage einmal für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen könnten. »Aber jetzt brauchen wir erst einmal das Go für die Gespräche.«

Seiner »geschätzten Vorrednerin anschließen« mochte sich Peter Heethey (SPD). »Es muss die Nutzungsmöglichkeit auch für Dritte, wie etwa Vereine, geklärt werden«, ergänzte er.

Noch viele Fragen

Johannes Wilke (Grüne) forderte schon mehr, ein »Nutzungskonzept und –umfang für die Stadt«, eine »energetisch möglichst günstige Bauweise« und: »Da sollte keine Zigarrenkiste entstehen, sondern wenn schöner nicht teurer wird, dann ein richtiges Gebäude.«

Bürgermeister Michael Esken konterte: »Da waren ja schon alle Keyworte drin, fehlt nur noch das Gendern, ob es die oder der Schützenhalle heißt. So viel Konkretes? So weit sind wir doch noch lange nicht. Wir treten erst in erste Verhandlungen ein und wenn dann Ergebnisse vorliegen, werden wir die auch hier in den Ausschuss tragen.« Sicher würden im weiteren Verlauf Fragen auftauchen nach der Nutzung, beispielsweise ob man eine Abi-Party in dem Gebäude genehmigen sollte. »Sie sehen, hier ist noch eine Menge Gehirnschmalz einzusetzen.«

Einstimmig erteilten die Fraktionen Esken den Verhandlungsauftrag. Ausnahmslos alle begrüßten den Umstand, dass die Bruderschaft in die Zukunft investieren will und ein neues Gebäude dem sanierten Altbau vorzieht. Festgeschrieben wurde bereits der Betrag, der aus öffentlichen Mitteln in das Projekt fließen könnte. Der Zuschuss soll auf zwei Millionen Euro gedeckelt werden.

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