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Fr., 31.03.2017

Täuschungsverdacht: Versmolderin nicht zur Landtagswahl zugelassen AfD-Kandidatin ausgeschlossen

Wahlausschuss diskutiert Unterstützungsunterschriften für AFD-Kandidatin und beshcließt anschließend die Nichtzulassung der AFD-Kandidatin Sylvia Lillge.

Wahlausschuss diskutiert Unterstützungsunterschriften für AFD-Kandidatin und beshcließt anschließend die Nichtzulassung der AFD-Kandidatin Sylvia Lillge. Foto: Küppers

Gütersloh/Bielefeld (WB/SKü). Weil sie Unterstützer-Unterschriften unter Verheimlichung ihrer wahren Absichten eingesammelt haben soll und zudem mindestens zwei Unterschriften gefälscht worden sein sollen, hat der Kreiswahlausschuss in Gütersloh am Donnerstag einer AfD-Kandidatin die Zulassung zur Landtagswahl einstimmig verweigert.

Sylvia Lillge

AfD-Kandidatin Sylvia Lillge aus Versmold, nach Darstellung auf ihrer Homepage medizinische Fachangestellte, wollte im Wahlkreis 94 (Altkreis Halle sowie Bielefelder Stadtbezirke Jöllenbeck und Dornberg) für die AfD antreten.

Weil die AfD bislang weder im Bundestag noch im NRW-Landtag vertreten ist, musste die Kandidatin mindestens 100 Unterstützerunterschriften vorlegen. Wie von der Kreiswahlleitung in Gütersloh mitgeteilt wurde, gingen kurz vor Ablauf der Frist 120 Unterschriften ein.

20 Unterschriften zurückgezogen

Derweil meldete sich ein Bürger aus Steinhagen, der laut Wahlleitung mitteilte, dass er zwar unterschrieben habe, aber von Sylvia Lillge nicht darüber aufgeklärt worden sei, dass sie Unterschriften für ihre Landtagskandidatur sammele. Stattdessen habe er angenommen, er unterschreibe für eine bessere Gesundheitsversorgung und weniger ausländische Ärzte

Nachforschungen bei mehr als 20 weiteren Unterzeichnern hätten ergeben, dass auch diesen nicht klar gewesen sei, dass mit ihrer Unterschriften eine AfD-Kandidatur unterstützen. Sie zogen ihre Willenserklärung zurück.

Zudem haben sich laut Wahlleitung zwei Unterschriften als gefälscht erwiesen. Am Ende sei demnach die Mindestzahl an 100 regulären Unterstützer-Unterschriften nicht erreicht worden. Zudem wird der Vorgang an die Staatsanwaltschaft weitergegeben.

Mehr lesen Sie am Freitag, 31. März, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Halle.

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Auf ihrer Homepage dreist mit Ehrlichkeit und Transparenz werben, tatsächlich aber mit gefälschten Unterschriften und erschlichenen Unterschriften, die nur aufgrund von massiven Lügengeschichten zustande gekommen sind, versuchen, sich einen ungerechtfertigten Vorteil zu verschaffen, das ist also die politische Arbeitsweise der Sylivia Lillge, Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbandes Gütersloh. Positiv an dem Skandal ist nur, dass Frai Lillge Landtagskandidatin gewesen ist. Statt die Presse hätte die AfD besser die eigene Partei mit dem Wort Lüge in Verbindung gebracht.

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