Do., 08.02.2018

In der Klimaschutzsiedlung in Bockhorst sind vier von 18 Grundsctücken vergeben. Das große Buddeln kann beginnen

In der Klimaschutzsiedlung kann es nach Abnahme der Baustraße los gehen: (von links) Fachbereichsleiter Dirk Niggemann, Mitarbeiter Vitali Sapyrkin und Thomas Wiese .

In der Klimaschutzsiedlung kann es nach Abnahme der Baustraße los gehen: (von links) Fachbereichsleiter Dirk Niggemann, Mitarbeiter Vitali Sapyrkin und Thomas Wiese . Foto: B. Hoeltzenbein

Versmold-Bockhorst(hn). Vier der 18 Grundstücke in der neuen Klimaschutzsiedlung im Versmolder Ortsteil Bockhorst sind bereits vergeben. Mit der Abnahme der Erschließungsstraße kann das große Buddeln an dem Vorzeigeprojekt der Stadt nun beginnen.

Fachbereichsleiter Dirk Niggemann ist sich sicher, dass die Nachfrage nach dem besonders ökonomischen Bauen anziehen wird. »Wer sich für das Leben auf dem Land entscheidet, findet hier in Bockhorst ideale Voraussetzungen«, sagt er. Die Infrastruktur von der Kita über die Grundschule bis hin zum Discounter, einem attraktiven Gewerbegebiet und nicht zuletzt einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft seien Faktoren, die hier für ein Wohnen sprächen. Auch das nahe Interkommunale Gewerbegebiet, das mit der Ansiedlung neuer Firmen attraktive Arbeitsplätze mit sich bringe undnicht zuletzt der absehbare Lückenschluss der A33 unterstreichen seine Worte.

Das Bauamt ist die erste Adresse

Die Siedlung hat den Status »Klimaschutzsiedlung NRW« erhalten. Dazu hat die Stadt Versmold sich verpflichtet, die diesbezüglichen Auflagen der Energie-Agentur NRW zu erfüllen und die Umsetzung dieser Ziele über den Kaufvertrag mit den Baufamilien zu garantieren.

Vor allem anderen bedeutet dies, dass in diesem Baugebiet nur sogenannte Drei-Liter-Häuser oder die energetisch noch effizienteren Passivhäuser errichtet werden dürfen. Darüber hinaus sollten in der Klimaschutzsiedlung weitere Kriterien des klima- und umweltschonenden Bauens umgesetzt werden. Entsprechende Verpflichtungen im Kaufvertrag gehören dazu. »Normalerweise führt der Weg der künftigen Bauherren erst in die Kämmerei. In diesem Fall ist das Bauamt erste Adresse«, erklärt Niggemann.

Da in dieser Siedlung nur Passivhäuser und Drei-Liter-Häuser gebaut werden dürfen, bestehe ein intensiver Beratungsbedarf. Nach der Beratung bei der Auswahl eines Wunschgrundstücks sei eine verbindliche Reservierung nur nach vorheriger Beratung durch den begleitenden Architekten Oliver Erdmann (»Die Bauwerkstadt GmbH«) möglich.

Optimale Lage auf dem Grundstück

Zu den Klimaschutzfaktoren gehört die Ausrichtung und Platzierung der Objekte auf den Grundstücken. Besonderes Augenmerk liege auf der optimale Lage der Gebäude für die Nutzung von Sonnenenergie und die Vermeidung von gegenseitiger Verschattung. Zudem darf das fertige Haus nicht mehr als neun Kilogramm Kohlendioxid pro Quadratmeter im Jahr an wärmebedingten Kohlendioxyd-Emissionen erzeugen.

Wärmedämmung und Nutzung weiterer technischer Möglichkeiten lassen deshalb hier Bauten entstehen, die den geforderten Standard erfüllen. Die minimale Heizenergie kann durch Solarthermie und Wärmerückgewinnung erzeugt werden. Eine konventionelle Heizung ist für solche Gebäude nicht mehr erforderlich.

Die Preise für die noch 14 freien, 492 bis 667 Quadratmeter großen Grundstücke an den neuen Straßen»Alte Rösterei« und »Dornheide«, liegen zwischen 93 und 99 Euro pro Quadratmeter Bauland. Weitere Infos gibt es unter www.versmold.de.

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