Do., 22.02.2018

Urteil bestätigt: Mann aus Hilter tötete 79-jährige Rentnerin aus Bad Rothenfelde 61-Jähriger muss wegen Tötung zehn Jahre Haft

Ein 61-jähriger Mann muss wegen eines Tötungsdelikts hinter Gitter. Der Bundesgerichtshof lehnte die Revision ab.

Ein 61-jähriger Mann muss wegen eines Tötungsdelikts hinter Gitter. Der Bundesgerichtshof lehnte die Revision ab. Foto: dpa

Osnabrück/Bad Rothenfelde/Hilter/Dissen (WB/hn). Die Verurteilung eines 61-jährigen Mannes aus Hilter zu zehn Jahren Freiheitsstrafe wegen der Tötung der Rentnerin Hannerle Mensen aus Bad Rothenfelde ist nun rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft verworfen (Az.3 StR 360/17).

Das Landgericht Osnabrück hatte den Angeklagten im März 2017 wegen Totschlags schuldig gesprochen. Mordmerkmale hatte die Kammer nicht festgestellt. Nach der Beweisaufnahme stand fest, dass der inzwischen 61-jährige Angeklagte die Rentnerin am 5. Februar 2016 in seiner Wohnung in Hilter tötete.

Dem Verbrechen ging ein verbaler Streit voraus

Danach sei die Frau zum Mittagessen bei dem Angeklagten erschienen. Nachdem er einige Besorgungen für oder mit der Rentnerin erledigt habe, sei es nach der Rückkehr in die Wohnung des Angeklagten zur verbalen Auseinandersetzung zwischen der 79-jährigen Frau und dem Angeklagten gekommen. In deren Verlauf habe der psychisch labile Mann der Rentnerin einen Müllsack über den Kopf gestülpt und diesen mit einem Klebeband um den Hals fixiert.

Nachdem die Frau erstickt sei, habe er sie in Müllsäcke gewickelt und die Leiche in seinem Auto verstaut, noch an dem Abend aus dem Haus geschafft und spätestens am Morgen des Folgetages in der Nähe eines Wanderparkplatzes bei Dissen im Wald vergraben.

Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass das Urteil der Schwurgerichtskammer keine Rechtsfehler aufweist. Nach Verwerfung der Revision ist das Strafverfahren nunmehr abgeschlossen. Der Verurteilte muss die Haftstrafe verbüßen.

Vergrabene Leiche erst Monate später gefunden

Die Arztwitwe war nach dem Tattag zunächst als vermisst gemeldet worden. Die Polizei ging schnell von einem Verbrechen aus. Der nun Verurteilte geriet damals als dem Opfer nahestehender Bekannter früh in den Fokus der Ermittlungen und wurde zunächst festgenommen, aber mangels Beweisen wieder freigelassen.

Erst als einige Monate später die von ihm vergrabene Leiche der Frau an dem Parkplatz vom Erdreich wieder freigegeben wurde, verdichtete sich der Tatverdacht gegen den 60-Jährigen so deutlich, dass der Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt wurde.

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