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Fr., 17.02.2017

Stadt Werther setzt Kampagne für verantwortungsvollen Konsum fort Zu viel Essen landet im Müll

Nahrung im Mülleimer: Über das Jahr gesehen kommen beachtliche Mengen zusammen.

Nahrung im Mülleimer: Über das Jahr gesehen kommen beachtliche Mengen zusammen. Foto: dpa/Frank May

Werther (WB). Sie setzt sich für Energiesparen ein und will nun auch gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorgehen: Werthers Klimaschutzbeauftragte Regina Kistermann führt ihre Aufklärungskampagne zu nachhaltigem Konsum mit der nächsten Aktion fort.

Unter dem Titel » Verschwendung im Alltag – Essen retten« lädt sie für Donnerstag, 23. Februar, ins Haus Werther ein. Ab 19.30 Uhr spricht Susanne Kemper . Die Referentin Susanne Kemper unterrichtet Grafik und Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Bielefeld und ist Autorin der Bachelorarbeit »be(free)gan – Containern gegen die Wegwerfgesellschaft«. Neben ihr wird auch Christian Horsters reden, der sich besonders beim Thema Umwelt und Ernährung einsetzt.

Leckeres aus der Heimat

Wer als Kunde ressourcenschonend einkaufen möchte, sollte auf Produkte aus der Region setzen. Deshalb hat die Stadt den »Wertheraner Präsentkorb« aufgesetzt, der Leckeres aus der Heimat enthält. Interessenten können ihn bei der Firma Massmann in drei verschiedenen Varianten bekommen: Die kleinste Version liegt bei 21,90 Euro und die größte bei 41,90 Euro.

Jährlich werden weltweit nach Angaben von Regina Kistermann 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Diese Menge entspricht rund 30 Prozent der weltweit produzierten Nahrung. »Die Verschwendung ist nicht nur ein moralisches, sondern auch ein Umwelt-Problem, da es Treibhausgas-Emissionen in Höhe von mehr als drei Gigatonnen verursacht«, erklärt Regina Kistermann. Denn allein schon für die Produktion und den Transport von Nahrung braucht man Ackerflächen und Wasser. Dazu kommen noch insgesamt 225 Millionen Tonnen Pflanzen- und Düngeschutzmittel, die die Umwelt belasten.

Auch Deutschland hat einer Regierungsstudie zufolge ein Verschwendungsproblem. Denn auch hier werden jedes Jahr pro Kopf von den 456 Kilogramm Lebensmitteln, die jeder Bundesbürger im Durchschnitt konsumiert, 82 Kilogramm weggeworfen, was einem Wert von etwa 230 Euro entspricht. Für den Anbau der ungefähr 450 Kilogramm werden allein 84 Badewannen Wasser verbraucht und genau soviel Treibhausgasemissionen freigesetzt wie bei einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück.

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