Mi., 27.12.2017

Pflasterschau am Rathaus Werther zeigt Bodenbeläge für den neuen Busbahnhof Gegen Kaugummi und Abgase

Egal, für welchen Stein die Politiker sich entscheiden: Ein trostloses Pflaster wird es in jedem Fall. Denn der Grundton wird von Grau dominiert.

Egal, für welchen Stein die Politiker sich entscheiden: Ein trostloses Pflaster wird es in jedem Fall. Denn der Grundton wird von Grau dominiert. Foto: Schillig

Von Klaus-Peter Schillig

Werther (WB). Der Förderantrag ist gerade erst auf die Reise geschickt, um Geld für den Umbau des neuen Busbahnhofes zu bekommen. Die Planungen gehen derweil zügig weiter. Im Hof des Rathauses haben sich Vertreter aus Rat und Verwaltung schon die ersten Pflasterproben angeschaut.

Auf Farbspiele auf dem Boden aber dürfen die Wertheraner nicht hoffen. Die 2100 Quadratmeter Pflastersteine, die auf der Mittelinsel des neuen ZOB verlegt werden sollen, werden vom Grundton Grau geprägt sein. Da gibt es Schattierungen und klangvolle Farbnamen wie Platin hell und Platin dunkel, Bianco, Anthrazit oder Kristall-Grau-Anthrazit, aber Unterschiede in erster Linie in den Qualitäten.

Fröhliche Farben sind nicht zu erwarten

»Die Farbe werden die Hochbauten bringen«, stellt Planer Dr. Klaus Bockermann klar. Ob Dächer, Säulen, Fahrradboxen, Toiletten, Lampen, Infotafeln oder Bänke – genau da kann dezent mit Farben gespielt werden. Beim Bodenbelag zwischen den Busspuren und rund um die geplanten Hochbeete geht es in erster Linie um Optik, Pflege und Preis.

Zwischen 28,60 und 43 Euro bewegen sich die Quadratmeterpreise, bestimmt durch die Zusammensetzung der Betonsteine. Besser gesagt: den »Vorsatz«. Das ist das obere Viertel des meist 10 Zentimeter starken Pflastersteins, das unterschiedlich behandelt und zusammengesetzt werden kann. Da gibt es Zusätze von Glitzermetall oder Edelsplit, den »Beschuss« mit Stahlkugeln oder Sandstrahlen, poröse Oberfläche oder geschliffene.

Die politischen Gremien können, ganz nach Geschmack und Verlegeart, wählen zwischen unterschiedlichen Größen, die miteinander kombinierbar sind und entweder aufgelockerte oder strenge Oberflächen ergeben.

Öko-Beton soll Abgase aufsaugen

Zu klären ist da auch eine zusätzliche Sonderbehandlung: Wie von der CDU beantragt, soll die Verwaltung auch sogenannten »Öko-Beton« prüfen, der gerade in Detmold wissenschaftlich getestet wird. Der bindet die von den Fahrzeugen ausgestoßenen Stickoxide und spült sie in den Kanal Richtung Kläranlage. Erreicht wird das durch den Zusatz von Titandioxid, was inzwischen alle Anbieter im Programm haben – für Mehrkosten von sechs Euro pro Quadratmeter.

Zusätzlich kann man auch noch einen Fleckschutz ordern, also eine Beschichtung, von der man nicht nur Flecken, sondern auch Kaugummis besser entfernen kann. »Das hält aber keine zehn Jahre«, sieht auch Klaus Bockermann dieses Extra etwas skeptisch. Wirksamer sei es, lieber einen dunkleren Stein zu wählen, auf dem Verschmutzungen gar nicht erst so auffielen. In jedem Fall, so Bockermann, könne man bei den meisten Steinen der ausgelegten Probeflächen den für den Förderantrag kalkulierten Kostenrahmen von 65 Euro einhalten.

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