Fr., 29.12.2017

Baugenehmigung für das Böckstiegel-Museum Werther sieht nur eine Mindestzahl vor Parkplatzfrage ist noch ungeklärt

Auf dem freien Feld rechts der Schloßstraße gegenüber des Waldes und angrenzend an den Betrieb Winkler sollen Parkplätze fürs Museum (Bildmitte) entstehen.

Auf dem freien Feld rechts der Schloßstraße gegenüber des Waldes und angrenzend an den Betrieb Winkler sollen Parkplätze fürs Museum (Bildmitte) entstehen. Foto: Ulrich Fälker

Von Klaus-Peter Schillig

Werther (WB). Die Zeit wird langsam knapp. Nur noch gut drei Monate sind es bis zur Eröffnung des Böckstiegel-Museums – und die Parkplatz-Situation ist noch nicht geklärt. Die Stadt verhandelt nach wie vor wegen eines Grundstückes an der Schloßstraße schräg gegenüber dem Museum.

So ganz ohne Parkplätze ist auch das Museum nicht genehmigt worden. Im Bauantrag, den das Bauordnungsamt des Kreises Gütersloh abgesegnet hat, sind neben zwei Behinderten-Parkplätzen sieben weitere auf dem Grundstück des Neubaues geplant. Außerdem sind laut Baugenehmigung sechs Parkplätze an der Straße sowie sieben weitere auf dem Gelände der Firma Winkler Filtertechnologie ausgewiesen.

Für den Betrieb nicht komfortabel

Das ist die Mindestanzahl an Parkplätzen«, erläutert Beate Behlert, die Geschäftsführerin der Böckstiegel-Stiftung. »Für den laufenden Betrieb des Museums wäre das aber nicht komfortabel.« Außerdem möchte man das Museum – abgesehen von den zwei Behinderten-Parkplätzen – möglichst von Parkplätzen und Autos freihalten.

Abgesehen vom eigentlichen Baukörper des Museums wolle man das historische Grundstück vor dem Böckstiegel-Haus gern unbeschadet erhalten und die Eingriffe so gering wie möglich halten. Das Gelände mit großen Erdbewegungen für Parkplätze zu modellieren würde der Sache nicht gerecht. »Die Topografie soll so bleiben und auch die Obstwiese so erhalten werden«, sagt Beate Behlert.

Weitere Gespräche im Januar

Sie würde beim Kreis deshalb gerne einen geänderten Bauantrag einreichen lassen, in dem die sieben Parkplätze auf dem Museums-Grundstück gestrichen wären und stattdessen ein Parkplatz auf der anderen Seite der Schloßstraße ausgewiesen werden könnte. Die Stadt Werther hat die Aufgabe übernommen – das ist auch per Kreistagsbeschluss untermauert –, die Grundstücksverhandlungen zu führen und die Fläche zu befestigen.

Die Gespräche sind allerdings noch nicht zu Ende gebracht und in die erste Januar-Woche vertagt worden. Damit es in angrenzenden Häusern nicht zu Schäden kommt, muss auch ein größerer Kanal verlegt werden. Es gebe jetzt schon bei starken Regenfällen Entwässerungs-Probleme, erläutert Bürgermeisterin Marion Weike. Bei einer zusätzlichen versiegelten Fläche könnte es vollgelaufene Keller geben.

Route für Reisebusse festgelegt

Die Besucher des Museums, sofern sie mit Privatwagen kommen, werden weiterhin mit der vorhandenen Beschilderung über die Innenstadt und die Schloßstraße zum Museum gelotst. Busse sollen wegen der engen Straßenverhältnisse allerdings »außen rum« fahren, wie Bernhard Riepe vom Straßenverkehrsamt des Kreises auf Anfrage bestätigte. Vorgesehen ist nach einem Abstimmungsgespräch mit der Stadt eine Route von der Bielefelder Straße (L 785) über Lohkamp, Schwarzen Weg und Isingdorfer Bruch auf die Schloßstraße. Der Weg wird allerdings nicht ausgeschildert, sagt Riepe. »Die Busfahrer bekommen ihre Fahrtanweisung direkt vom Museum.«

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