Mi., 13.06.2018

Neues Projekt an der PAB-Gesamtschule – Tischler hilft den Schülern Kinder bauen Spielgeräte selbst

Spiel- und Klettergeräte nach ihren eigenen Vorstellungen haben die Schüler auf dem Schulgelände der PAB-Gesamtschule am Standort Werther errichtet. Bis Freitag wird der Platz an der renovierten Keniahütte neu gestaltet.

Spiel- und Klettergeräte nach ihren eigenen Vorstellungen haben die Schüler auf dem Schulgelände der PAB-Gesamtschule am Standort Werther errichtet. Bis Freitag wird der Platz an der renovierten Keniahütte neu gestaltet. Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Werther (WB). Mit Zustimmung der Fach- und Klassenlehrer dürfen einige Schüler der PAB-Gesamtschule am Standort Werther derzeit den Unterricht versäumen.

Sie unterstützen ein Bauprojekt, das eine AG seit Beginn des Halbjahres entwickelt hat. Angeregt von Referendarin Viktoria Schlüer konzipierten die Teilnehmer Sport- und Spielgeräte nach ihren Wunschvorstellungen auf dem Schulgelände.

Seit Beginn der Woche geht das Projekt nun in seine aktive Phase. Unter fachkundiger Anleitung von Tischlermeister Peter Ulonska vom in Werther ansässigen Unternehmen »Familien Holz« sind die Schüler mit Schubkarre und Spitzhacke, Hammer und Säge, Schaufel und Spaten im Einsatz. »Er zeigt mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen, was zu tun ist und zieht die Schüler nicht nur zu Handlangerarbeiten heran«, betont Viktoria Schlüer.

Peter Ulonska hat seine Ausbildung in einem Betrieb absolviert, der auch Kinderspielzeug herstellt. Seine erfolglose Suche nach einem bezahlbaren, formschönen Klettergerüst für den eigenen Garten gab letztlich den Ausschlag, sich zum Spezialisten für natürliche und pädagogisch wertvolle Spielgeräte zu entwickeln. Matthias Wach, Lehrer für Biologie und Erdkunde hat ihn eingeladen, das Projekt an der Gesamtschule zu betreuen.

Auch er hat im Laufe der Aktion keine »pädagogisch herausfordernde Situation« erlebt. Das Gegenteil ist der Fall, wenn ältere und jüngere Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 zusammen arbeiten, praktische Erfahrungen sammeln und sich gegenseitig unterstützen. »Es ist ein tolles Erlebnis, den unmittelbaren Erfolg mitzuerleben«, bestätigt Viktoria Schlüer.

Für Peter Ulonska ist die Koordination der außergewöhnlichen Aktion mit den Schülern schon eine besondere Herausforderung. Vor allem habe ihn die Vorbereitungsphase von Zeichnungen über Modelle bis zur Realisation beeindruckt, sagt der 43-Jährige. Nach Fertigstellung der Klettergerüste und Spielgeräte und der Ausgestaltung des Untergrunds erfolgen TÜV-Abnahme und abschließende Freigabe.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5814668?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516078%2F