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Do., 12.10.2017

Bünder Hauptausschussmitglieder treffen einstimmiges Votum Grünes Licht für Freibad-Neubau

Das Bünder Freibad soll komplett neu gebaut werden. Das hat der Hauptausschuss ohne Gegenstimme beschlossen.

Das Bünder Freibad soll komplett neu gebaut werden. Das hat der Hauptausschuss ohne Gegenstimme beschlossen. Foto: Daniel Salmon

Bünde (WB/hr). Das Bünder Freibad ist in die Jahre gekommen. Die Anlage wirkt bestenfalls funktional, das Außenbecken muss neu gebaut werden, da eine Sanierung laut Gutachten nicht möglich ist . In den vergangenen Monaten hat deshalb eine interfraktionelle Arbeitsgruppe unter Berücksichtigung von Gestaltungsvorschlägen einer Bürgerinitiative zur Erhaltung des Freibads einvernehmlich ein Konzept für die Anlage entworfen.

Mit diesem Thema setzte sich am Dienstagabend nun der Haupt- und Finanzausschuss auseinander. Dort bestand Einigkeit darüber, dass das Freibad Mitte als Familienbad durch die Bünder Bäder GmbH am derzeitigen Standort neu errichtet werden soll. Dabei will man die Belange des Schulsports ebenso wie Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für Schwimmvereine berücksichtigen.

Sechs Entwürfe sollen eingeholt werden

Das neue Freibad soll mit einem 50-Meter-Schwimmerbecken sowie einem separaten Springerbecken errichtet werden. Außerdem soll es ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und anderen attraktiven Einrichtungen sowie ein extra Kleinkinderplanschbecken geben. Auf dem Freigelände sind neben der Liegewiese auch Sporteinrichtungen vorgesehen, die außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich sind. Im Gespräch ist hier unter anderem ein Beachvolleyballfeld.

Den alten Eingangsbereich hin zur Else will man abreißen. Stattdessen ist ein Neubau, der Umkleiden und einen Gastronomiebereich beinhaltet, vorgesehen. Dieses Gebäude soll zum Steinmeisterpark hin ausgerichtet werden.

In der Vorplanung will man drei Grobentwürfe durch erfahrene Schwimmbadarchitekten sowie drei weitere durch regionale Architektenbüros erstellen lassen. Darüber sollen dann Rat und der Aufsichtsrat der Bäder GmbH beraten. Durch eine Steuerungsgruppe sollen dann Rat und Öffentlichkeit informiert werden.

Möglichkeit eines Kombi-Bades soll geprüft werden

Parallel zur Freibadplanung soll ein Entwurf zur Umgestaltung des Elsestadions erarbeitet werden. Hier hatte die SPD mit einem eigenen Antrag, über den der Rat beschließen soll, bereits gefordert, dass man für Freibad, Stadion, Stadtpark und Elseufer ein Gesamtkonzept entwickeln solle.

Auf Anregung von SPD-Fraktionschefin Andrea Kieper soll die interfraktionelle Arbeitsgruppe weiter bestehen. Und auch die Möglichkeit eines Kombi-Bades – also Frei- und Hallenbad am derzeitigen Standort – solle planerisch berücksichtigt werden.

Bei nur einer Enthaltung (Martin Lohrie, FDP) sprach sich der Ausschuss ohne Gegenstimme für dieses Gesamtpaket aus. Lohrie wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob die Entscheidung des Ausschusses eine Festlegung auch mit Blick auf eine spätere Kostenplanung bedeute. Bürgermeister Wolfgang Koch wies darauf hin, dass man erst einmal die Planung, nicht aber den Neubau in Auftrag gebe. »Wenn uns das aus unserer Sicht deutlich zu teuer wird, können wir selbstverständlich noch einmal darüber nachdenken.«

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