Do., 28.12.2017

Nach Blutkrebs: Leticia (11) geht’s wieder richtig gut – Rotes Kreuz spendet an DKMS Die kleine Mutmacherin

Freuen sich, dass wieder mehr als 1000 Euro aus Bünde an die DKMS fließen: Leticia, Jürgen Hunting (DRK Bünde), Bürgermeister Wolfgang Koch, DKMS-Mitarbeiter Christian Holtmann und Bünde Rotkreuz-Leiter Sven Kampeter (von links). Das Geld war durch verschiedene Aktionen zusammengekommen.

Freuen sich, dass wieder mehr als 1000 Euro aus Bünde an die DKMS fließen: Leticia, Jürgen Hunting (DRK Bünde), Bürgermeister Wolfgang Koch, DKMS-Mitarbeiter Christian Holtmann und Bünde Rotkreuz-Leiter Sven Kampeter (von links). Das Geld war durch verschiedene Aktionen zusammengekommen. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde  (WB). Ihr Schicksal bewegte viele Menschen in OWL: Mit sieben Jahren war Leticia aus Bünde an Blutkrebs erkrankt. Vier Jahre später geht’s ihr wieder richtig gut. »Sie macht mittlerweile sogar zweimal in der Woche Akrobatik«, sagt Mutter Rassima Salikhzyanova.

Mit einem kecken Lächeln im Gesicht sitzt die mittlerweile Elfjährige am Mittwoch an einem Tisch im Bünder DRK-Heim. Leticia ist Ehrengast bei einer Spendenübergabe, will anderen Menschen, die ebenfalls eine Leukämie-Diagnose erhalten haben, Mut machen. 1010 Euro übergeben die Rotkreuzler an diesem Nachmittag an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft

»Viele Menschen erkundigen sich auch heute noch, wie es Leticia geht. Sie ist immer noch im Gespräch«, sagt Bündes DRK-Leiter Sven Kampeter. Kein Wunder: Denn Mitte 2014 schwappte eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft durch die Elsestadt. Mehr als 1000 Bürger ließen sich bei einer Aktion des DKMS in der Grundschule Ennigloh typisieren. Ganz Bünde hoffte darauf, dass ein Stammzellenspender für Leticia gefunden wird.

Leticia macht inzwischen viel Sport

»Dass uns so viele Menschen helfen wollten, hat uns damals unglaublich viel Kraft gegeben. Wir sind nach wie vor sehr, sehr dankbar für den Zuspruch, den wir damals erlebt haben«, erinnert sich Rassima Salikhzyanova. Letztlich aber war es die Mutter selbst, die ihrer Tochter mit einer Stammzellenspende das Leben rettete: »Im Februar ist das nun mittlerweile drei Jahre her«, sagt die Ennigloherin. Seither ist viel passiert. Leticia besucht mittlerweile die fünfte Klasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, macht viel Sport, spielt Geige. Erstmalig seit der Diagnose war die Familie im vergangenen Sommer wieder im Urlaub. »In Disneyland in Paris und in Spanien«, das war toll«, sagt Leticia. Das Fernziel der Schülerin: »Sie will mal bei Olympia antreten. Vielleicht klappts ja«, sagt Mutter Rassima. Aber dennoch: Als komplett geheilt gilt das Mädchen noch nicht. Das wäre erst fünf Jahre nach der Stammzellenspende der Fall. Derzeit muss Leticia noch vierteljährlich zur Kontrolluntersuchung ins Uniklinkum nach Münster.

Geld für 29 Typisierungen

Laut Sven Kampeter haben die Spenden für die DKMS seit Leticias Typisierungsaktion zugenommen. Von dem Geld, dass nun das Rote Kreuz gesammelt hat, können insgesamt 29 Typisierungen durchgeführt werden. »Das kostet mittlerweile nur noch 35 Euro. Früher waren es noch 50«, so der Rotkreuz-Leiter. »Dennoch sind wir immer auf Spenden angewiesen«, so DKMS-Vertreter Christian Holtmann. Im Fall von Leticia seien damals alles in allem rund 54.000 Euro zusammengekommen.

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