Mi., 03.01.2018

Prozess vor dem Bünder Amtsgericht am 9. Januar – 12.000 Euro Schaden Duo soll 50.000 Pfandflaschen unterschlagen haben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo vor, im Jahr 2015 in insgesamt 18 Fällen Pfandflaschen unterschlagen zu haben. Laut Anklageschrift sollen sie binnen zwei Monat 507 Säcke mit Leergut beiseite geschafft haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo vor, im Jahr 2015 in insgesamt 18 Fällen Pfandflaschen unterschlagen zu haben. Laut Anklageschrift sollen sie binnen zwei Monat 507 Säcke mit Leergut beiseite geschafft haben. Foto: dpa

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Weil sie im großen Stil Pfandflaschen unterschlagen haben sollen, müssen sich zwei Männer aus Kirchlengern und Hiddenhausen in der kommenden Woche vor dem Bünder Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gesamtschaden von mehr als 12.000 Euro aus.

»So ein Fall ist wirklich nicht alltäglich. Etwas Ähnliches ist mir noch nicht untergekommen«, sagt Amtsgerichtsdirektor Thomas Bröderhausen.

Fälle sollen sich 2015 ereignet haben

Nach seiner Auskunft liegen die Vorwürfe bereits einige Zeit zurück: Zwischen dem 7. September und dem 16. November 2015 soll das angeklagte Duo bei insgesamt 18 Gelegenheiten PET-Flaschen an sich gebracht haben. Laut Anklageschrift soll es sich um 507 Säcke mit Leergut handeln. In jedem Sack hätten sich im Schnitt 95 Flaschen befunden – insgesamt also etwa 50.000 Flaschen »Die Ermittlungen in der Sache haben sich recht aufwändig gestaltet und daher einige Zeit hingezogen«, so Bröderhausen.

Der heute 36-jährige Kirchlengeraner soll damals als Fahrer für eine niedersächsische Spedition tätig gewesen sein. Im Auftrag einer Supermarktkette habe der Mann die PET-Flaschen eingesammelt und zu einem Lager nach Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) gebracht. Dort sollen aber irgendwann Unregelmäßigkeiten aufgefallen sein, was die Abhol- und die tatsächlichen Anliefermengen angeht. Das geschädigte Unternehmen erstattete schließlich Anzeige.

Zwölf Zeugen sind geladen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann und seinem 42-jährigen Komplizen vor, die Pfandsäcke jeweils in Bünde vom Lastwagen der Spedition in einen Lieferwagen umgeladen und beiseite geschafft zu haben. »Ob sie alle Flaschen auch wirklich eingelöst haben, ist aber unklar«, sagt Amtsgerichtsdirektor Bröderhausen. Nach seinen Angaben bewegt sich der Strafrahmen für den im Raum stehenden Vorwurf der Unterschlagung bei einer Verurteilung zwischen einer Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Bislang seien die Beschuldigten noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Für die öffentliche Hauptverhandlung am kommenden Dienstag, 9. Januar, sind insgesamt zwölf Zeugen vorgeladen. Daher sei an dem Tag auch keine andere Strafsache terminiert worden.

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