Di., 06.02.2018

Fraktionschefin bezieht zu möglichem Führungswechsel Stellung Feuerwehr: SPD wirft Stadt schlechte Personalpolitik vor

An Personalpolitik der Stadt für die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache an der Dünner Straße entzündet sich aktuell die Kritik der Bünder Sozialdemokraten. Derzeit steht ein Wechsel des hauptamtlichen Führungsduos der Wache im Raum.

An Personalpolitik der Stadt für die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache an der Dünner Straße entzündet sich aktuell die Kritik der Bünder Sozialdemokraten. Derzeit steht ein Wechsel des hauptamtlichen Führungsduos der Wache im Raum. Foto: Daniel Salmon

Bünde  (WB/sal). Mit Blick auf einen im Raum stehenden Weggang des Leiters der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache und seines Stellvertreters wirft die Bünder SPD der Stadt Versäumnisse vor.

Wie diese Zeitung aus unterschiedlichen und gut informierten Quellen erfahren hatte, sollen Roman Hafke und Jens Schuhmann die Absicht haben, ihre Posten in der Elsestadt aufzugeben. Die beiden Brandoberinspektoren hatten erst im Juli vergangenen Jahres ihre Stellen angetreten.

Auf Nachfrage, ob im Rathaus bereits Versetzungsgesuche eingegangen seien, hieß es erneut, dass es sich dabei um »vertraulichen Personalangelegenheiten« handele, zu denen »grundsätzlich keine Auskunft erteilt« werde.

Zum dritten Mal in vier Jahren Weggang der Führungskräfte

Mit Blick auf den möglichen Abgang der beiden Feuerwehrspitzen teilt die Bünder SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kieper in einer Stellungnahme mit: »Da bekommt die Stadt Bünde die Abschlussurkunde zum INQA-Audit ›Zukunftsfähige Unternehmenskultur‹ verliehen und gleichzeitig laufen ihr zum dritten Mal in gut vier Jahren die Führungskräfte von der Feuer- und Rettungswache weg.«

Man könne nur hoffen, dass die Erkenntnisse aus diesem Audit nachhaltig seien und eine »zukunftsorientierte und motivierende Verwaltungsarbeit« möglichst bald im Bereich Feuer- und Rettungswache Anwendung finde, so Kieper weiter, die der Stadtverwaltung in der Sache »Führungsschwäche und mangelhafte Personalpolitik« vorwirft.

In dem Zusammenhang erinnert sie an die Reaktion von Bürgermeisters Wolfgang Koch »auf die Aktion der Feuerwehrbeamten im Jahr 2014, mit der sie auf die nach ihrer Ansicht mangelhafte Personalpolitik aufmerksam gemacht haben.« Seinerzeit hätte das Stadtoberhaupt Disziplinarverfahren gegen alle Beteiligten eingeleitet , »die ergebnislos eingestellt werden mussten«.

Brandschutzdienststelle nur zu 30 Prozent aufrecht erhalten

Wie Kieper in der Stellungnahme ihrer Fraktion mitteilt, sei es zudem ein »Unding, dass die unter anderem für die Genehmigung von gewerblichen Bauten so wichtige Brandschutzdienststelle mittlerweile nur noch durch die Bereitschaft des bereits im Ruhestand befindlichen ehemaligen Wachleiters zu etwa 30 Prozent übergangsweise aufrecht erhalten werden« könne. Der Weggang des stellvertretenden Wachleiters, der bereits in der Brandschutzdienststelle tätig sei und diese in Zukunft eigenverantwortlich leiten sollte, werde voraussichtlich zum Wegfall der Brandschutzdienststelle bei der Stadt Bünde und damit zu Verzögerungen bei der Genehmigung von Bauvorhaben führen. »Das kann negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Bünde haben«, erklärt Andrea Kieper.

»Bündes Ruf weiter ruiniert«

Sollte seitens der Verwaltung nicht endlich der Personalentwicklung und Organisation auf der Feuer- und Rettungswache die erforderliche Aufmerksamkeit geschenkt werden, so befürchten die Bünder Sozialdemokraten, dass »der ohnehin schon in Feuerwehrkreisen beschädigte Ruf Bündes weiter ruiniert« werde.

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