Di., 06.02.2018

Landesverband macht Schließung rückgängig – Beratung weiterhin in Bünde – Räume werden gesucht Sozialverband eröffnet Geschäftsstelle neu

SoVD-Landesvorstand Franz Schrewe überbrachte am Samstag die frohe Kunde.

SoVD-Landesvorstand Franz Schrewe überbrachte am Samstag die frohe Kunde. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Rolle rückwärts beim Sozialverband: Auch künftig wird der SoVD-Kreisverband eine Geschäftsstelle in Bünde unterhalten. Wie Ulf Dreier, Vorsitzender des Ortsvereins Hunnebrock-Hüffen-Werfen, am Rande des Neujahrsempfangs der Bünder SPD mitteilte, sei eine Neueröffnung geplant.

Neue Anlaufstelle wäre in Bielefeld gewesen

Bereits Ende November vergangenen Jahres hatte die Anlaufstelle an der Bahnstraße den Betrieb eingestellt, die Räume waren zum 31. Dezember gekündigt worden. Umstrukturierungsmaßnahmen beim SoVD-Landesverband sollen der Auslöser für diesen Schritt gewesen sein. Neue Anlaufstelle für die Mitglieder des Sozialverbands wäre dann die Geschäftsstelle in Bielefeld gewesen. »Insbesondere viele ältere Mitglieder hätten es nicht hinbekommen, dort hinzufahren, um ihre Sorgen, Nöte und Probleme mitzuteilen«, sagt Ulf Dreier.

Zwar war der später dann zurückgetretene Kreisvorstand im April 2017 von den Plänen aus Düsseldorf in Kenntnis gesetzt worden. »Aber nicht die Ortsvereinsvorsitzenden«, so Dreier. Als man bei einer Sitzung am 15. November davon erfahren habe, »waren wir wie vor den Kopf gehauen«.

Austrittswelle war die Folge

Die Folge dieser Entscheidung war auch eine Austrittswelle: Der Kreisverband verlor bislang 200 seiner zuvor rund 2800 Mitglieder. Die Ortsvereinsvorsitzenden beschlossen, für den Erhalt der Bünder Kreisgeschäftsstelle zu kämpfen, wählten Ulf Dreier zu ihrem Sprecher. Dieser holte Landrat Jürgen Müller, die Landtagsabgeordnete Angela Lück und Bundestagsmann Stefan Schwartze ins Boot. Ein Treffen mit dem SoVD-Landesvorsitzenden Franz Schrewe wurde anberaumt. »Der Landrat sagte, es wäre ein Unding, wenn eine In-stitution wie der SoVD einfach wegbrechen würde«, schildert Dreier. Und er ergänzt: »Wir haben klar gemacht, dass wir eine Anlaufstelle für unsere Mitglieder und Ehrenamtler bei uns im Kreis Herford brauchen.«

In einer Landesverbandssitzung am 1. Februar sei die Schließung der Bünder Geschäftsstelle dann rückabgewickelt worden. Einen Tag später habe Schrewe Dreier die frohe Botschaft überbracht. Dieser betont: »Ich glaube, das ist ein großer Erfolg für den Sozialverband und auch wichtig für die heimische Region.«

Künftig dreimal pro Woche geöffnet

Die künftige Geschäftsstelle soll dreimal pro Woche geöffnet haben. Eine Bürokraft soll Hilfesuchende beim Ausfüllen von Anträgen unterstützen. Alle 14 Tage sollen zudem juristische Beratungstermine angeboten werden. Derzeit werden noch passende Räume gesucht. »Die Monatsmiete sollte nicht höher als 500 Euro sein. Zudem müssen sanitäre Anlagen vorhanden sein. Barrierefreiheit und eine zentrumsnahe Lage müssen außerdem gegeben sein«, sagt Dreier.

Als nächstes wollen sich die Ortsvereinsvorstände zusammensetzen, um wieder einen Kreisvorstand auf die Beine zu stellen.

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