Mi., 07.02.2018

Ulrike Emmanouilidis eröffnet am 11. Februar Ausstellungsreihe im Bünder Museum Das Spiel mit den Räumen

Ulrike Emmanouilidis ist seit 1980 als Künstlerin tätig, seit einigen Jahren malt sie mit Vorliebe surreale Werke. Mit der Essenz ihrer Schaffensperiode »Spielräume« bestreitet sie am Sonntag, 11. Februar, die Premiere eines gänzlich neuen Formats im Bünder Museum

Ulrike Emmanouilidis ist seit 1980 als Künstlerin tätig, seit einigen Jahren malt sie mit Vorliebe surreale Werke. Mit der Essenz ihrer Schaffensperiode »Spielräume« bestreitet sie am Sonntag, 11. Februar, die Premiere eines gänzlich neuen Formats im Bünder Museum Foto: Karl-Hendrik Tittel

Von Karl-Hendrik Tittel

Bünde (WB). Es sind surreale Welten im Spannungsfeld farbiger Flächen, harscher Konturen und unwirklicher Perspektiven. Mit der Essenz ihrer Schaffensperiode »Spielräume« bestreitet die Künstlerin Ulrike Emmanouilidis am 11. Februar die Premiere eines gänzlich neuen Formats im Bünder Museum.

Mit dieser vom Bünder Kulturbeirat initiierten Ausstellungsreihe will man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: »Wir wollen der Bevölkerung die Vielfalt der heimischen Kunstszene nahe bringen und gleichzeitig die Attraktivität unseres Museums steigern«, erklärt Wolfgang Balz vom Kulturbeirat den Hintergrund. Das Museum koste die Stadt viel Geld, auf der anderen Seite seien die Besucherzahlen ernüchternd, was kürzlich erneut zu Diskussionen geführt habe – auch im Kulturbeirat.

Ausstellungsreihe für Bünder Künstler

Das Gremium reagierte und beschloss, eine Ausstellungsreihe für Bünder Künstler ins Leben zu rufen. Der Clou: Es sollen dabei die Zeitfenster zwischen den großen Ausstellungen genutzt werden. Die Werkschauen heimischer Kunstschaffender werden dementsprechend in unregelmäßigen Abständen veranstaltet – zurzeit geht man von zwei Ausstellungen jährlich aus.

Den Auftakt gestaltet Ulrike Emmanouilidis mit 20 Werken aus ihrer Schaffensperiode »Spielräume«, die 2010 begann und bis heute anhält. Gut 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen der Künstlerin zur Verfügung. Das ist auch notwendig, damit die großformatigen Acrylgemälde ihre Wirkung entfalten können.

Die ungewöhnlichen Perspektiven und abstrakten Szenarien mit den markant-farbigen Flächen und messerscharfen Konturen fordern den Betrachter heraus. Dazu kommen bewusst in Szene gesetzte Störelemente: Alltägliche und irreale Elemente treffen in einer hypnotischen Welt aus Formen und Farben aufeinander.

Surreale Räume

Sind es Fieberfantasien, Landschaften im Schein einer fremden Sonne oder futuristische Blaupausen, die einer anderen als der bekannten Physik folgen? All das und nichts davon. »Es sind surreale Räume, in denen nichts so ist, wie es scheint«, sagt Emmanouilidis. Die schönen und farbigen Oberflächen könnten den Betrachter schnell in die Irre führen, auch das Bedrohliche sei nie weit entfernt.

Emmanouilidis spielt mit den Erwartungen ebenso wie mit den Perspektiven und freut sich, wenn »meine Bilder zum Nachdenken anregen und ganz unterschiedlich interpretiert werden.« Ihr Stil hat sich in den 38 Jahren ihres künstlerischen Schaffens stark verändert, mehr als 400 Bilder in ihrem lichtdurchfluteten Atelier zeugen davon. Sie sei froh, die Gelegenheit zu dieser Ausstellung zu bekommen. »Alle Bilder wurden noch nie in Bünde gezeigt.«

Termine

Raum für Interpretation und Auseinandersetzung sowie reichlich Gelegenheit zum Austausch haben Interessierte vor allem bei der Eröffnung am 11. Februar und beim Künstlergespräch am 21. Fe­bruar. Die Ausstellung ist bis zum 4. März zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

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