Do., 01.03.2018

Sparkassenstiftung fördert Waldkindergarten mit 3000 Euro Ein warmes Tipi für die Kleinen

Christina Wille, Siegfried Lux, Jürgen Hunting, Markus Fräßdorf (hinten v.l.) und die Erzieherinnen Melissa Zickel und Andrea Meier-Reimer freuen sich mit den Kindern des Bünder Waldkindergartens über ihr schickes Indianerzelt.

Christina Wille, Siegfried Lux, Jürgen Hunting, Markus Fräßdorf (hinten v.l.) und die Erzieherinnen Melissa Zickel und Andrea Meier-Reimer freuen sich mit den Kindern des Bünder Waldkindergartens über ihr schickes Indianerzelt. Foto: Raphael Steffen

Von Raphael Steffen

Bünde (WB). Es gehört zum pädagogischen Konzept eines jeden Waldkindergartens, dass seine Kinder viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Trotzdem braucht es zwischendurch einen Platz zum Aufwärmen.

Die Sparkassenstiftung Herford hat deshalb dem Bünder Waldkindergarten »Die kleinen Wölfe« in Dünne ein Tipi gesponsert. Insgesamt kamen aus verschiedenen Töpfen 3000 Euro zusammen, so die Sparkassenvertreter Siegfried Lux und Jürgen Hunting.

Nur kurzzeitig Probleme wegen »Friederike«

»Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe«, erzählt Lux: »Wir wollten den Kindergarten vor allem in der Anfangszeit unterstützen.« Das Geld floss bereits im Sommer 2017. Damals stand man noch am Anfang, die beheizbare Holzhütte wurde erst später fertig. Im Zelt überstanden die Kinder so die ersten nassen Tage. Jetzt im Winter kuschelt man sich schon mal am Lagerfeuer zusammen.

Auf dem weitläufigen Gelände am Kalversiek werden zur Zeit 17 Kinder im Vorschulalter betreut. Zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr werden sie von vier Erziehern versorgt. Dabei ist der Name Programm: Täglich geht es in den Wald. Wegen Sturm »Friederike« gab es nur vorübergehend Probleme: »Ein Baumkletterer ist für uns den Wald abgegangen und hat alles abgesucht«, erläutert Christina Wille vom Trägerverein. Solange tobten sich die Kinder auf dem Gelände aus. Mittlerweile ist die Sperre vom Kreis Herford wieder aufgehoben.

Kita wird gut angenommen

Der Waldkindergarten werde rund ein Jahr nach seiner Gründung gut angenommen, meint Wille: »Wir sind ein Angebotskindergarten. Es macht viel Arbeit, und manchmal fragte ich mich: Wofür mache ich das alles? Aber wenn ich mittags meinen Sohn abhole, weiß ich es wieder.«

Auch der pädagogische Leiter Markus Fräßdorf sagt: »Man muss sich für einen Waldkindergarten bewusst entscheiden. Es ist eine andere Gemeinschaft.« Die Eltern werden ein- bis zweimal im Jahr zu Arbeitseinsätzen auf dem Gelände herangezogen, der Trägerverein ist aus einer Elterninitiative entstanden. Bei soviel Einsatz zieht Siegfried Lux den Hut: »Ihr Engagement ist bemerkenswert.«

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