Di., 17.04.2018

Hermann Menninghaus und Markus Gorski spielen im WiWu Große Kunst in einer kleinen Kneipe

An drei Abenden spielten Markus Gorski (links) und Hermann Menninghaus vor jeweils 55 Besuchern im WiWu.

An drei Abenden spielten Markus Gorski (links) und Hermann Menninghaus vor jeweils 55 Besuchern im WiWu. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Bünde (WB). Als Hermann Menninghaus noch Schüler am Marktgymnasium war, verbrachte er seine Freistunden gern im Wirtschaftswunder. Jetzt ist der Bratschist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in die Kneipe zurückgekehrt, die alle Bünder nur als »WiWu« kennen. Zusammen mit Markus Gorski, Klavierlehrer an der Bünder Musikschule, präsentierte er 16 Stücke für Piano und Viola.

»Ich bin noch gelegentlich in Bünde, um meine Tante zu besuchen«, sagte Menninghaus. »Und Hilli und ich kennen uns noch von früher.« Mit »Hilli« meint Menninghaus Hiltrud Hähnel. Die Inhaberin des WiWu freute sich über den Besuch aus München und das Konzert. »Hermann hatte mich gefragt, wann es am besten passt und dann geschaut, ob er das einrichten kann«, sagte Hähnel. »Und passender Weise haben wir am Freitag vor genau 34 Jahren zum ersten mal hier die Tür für Gäste aufgeschlossen.«

Am Freitag startete also das erste Konzert mit Menninghaus und Gorski im WiWu vor 55 Besuchern, am Samstagabend waren noch mal so viele Gäste da. Weil beide Abende schnell ausverkauft waren, gaben die Musiker am Sonntag ein weiteres Konzert und auch da waren alle Stühle besetzt.

»Ich habe das Programm selbst zusammengestellt, mehrere bekannte Stücke ausgewählt und einige, die kaum jemand kennt«, sagte der Bratschist. »Alle wurden für Bratsche und Klavier bearbeitet.« Zu den bekannten Stücken gehörte sicherlich »Claire de lune« von Debussy oder »Der Schwan« von Saint-Saëns. Selten gespielte Stücke waren »Salut d’amour« von Elgar oder »Après un rêve« von Fauré. Beim Publikum kamen sie gleichermaßen gut an, genauso wie die Geschichten, die Menninghaus von Konzerten in großen Häusern unter weltbekannten Dirigenten erzählte.

Drei Konzerte in New York

Da geht der frühere Bratschist der Berliner Philharmoniker nach seinem Auftritt im WiWu auch wieder hin. »In drei Wochen habe ich drei Konzerte in der Carnegie Hall in New York«, verriet Menninghaus.

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