Do., 17.05.2018

Unternehmen schickt nach Hinweis dieser Zeitung Technikerteam nach Spradow Bahn will Lärmproblem beheben

An diesem Donnerstag soll das Gleisproblem in Spradow behoben werden.

An diesem Donnerstag soll das Gleisproblem in Spradow behoben werden. Foto: Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde  (WB). Manchmal geht es schneller, als man denkt: Nachdem das WESTFALEN-BLATT wegen der hohen Lärmentwicklung an der Gleisstrecke in Spradow bei der Deutschen Bahn nachgehakt hatte, soll das Problem noch an diesem Donnerstag behoben werden. Das bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dieser Zeitung.

Wie berichtet, hatte die seit einigen Wochen auftretenden Schlaggeräusche der vorbeiratternden Züge und Waggons Anwohner Hans Niermann – sein Haus steht rund 100 Meter von den Gleisen entfernt – regelmäßig um den Schlaf gebracht. Laut seiner Aussage war das »Lärmproblem« erstmals aufgetreten, nachdem die Bahn an den Schienen zwischen dem Bahnübergang Semmelweg und der Brücke Lübbecker Straße neue Technik installiert hatte.

Bundestagsabgeordneten auf Problem aufmerksam gemacht

Der 74-Jährige hatte daher umgehend Kontakt zu dem Unternehmen aufgenommen, passiert war in der Sache aber wenig. Daher hatten sich Niermann und weitere Anlieger des Bereichs rund um die Rolandstraße an den Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze (SPD) gewendet, der sich in der kommenden Woche an den Gleisen ein Bild von der Sache machen wollte. Wenn aber alles nach Plan läuft, dürfte der Besuch des Parlamentariers überflüssig werden.

»Isolier-Stoß im Bereich der Einfahrweichen«

Denn nach Angaben des Bahnsprechers waren Mitarbeiter des Unternehmens am Mittwoch zur entsprechenden Stelle an der Gleisstrecke gefahren, um die Situation vor Ort zu prüfen. »Es wurde ein sogenannter Isolier-Stoß im Bereich der Einfahrweichen in Bünde festgestellt, der die schlagenden Geräusche verursacht«, teilte der Sprecher mit. Bei den dortigen Weichen seien vor Kurzem Schwellen ausgetauscht worden. Der Isolier-Stoß soll nun im Laufe des heutigen Tages von den Instandhaltern der Bahn geschliffen werden. »Danach ist davon auszugehen, dass die störenden Geräusche verschwinden«, so der Unternehmenssprecher.

Bahn will keine Lärmschutzwände bauen

»Schauen wir mal, ob das auch alles wirklich klappt«, kommentiert Hans Niermann die neuesten Entwicklungen. An dem Ortstermin mit Stefan Schwartze will der Spradower aber trotzdem festhalten. »Ich denke schon das er kommen sollte, damit er sich mal ein allgemeines Bild von dem Bahnlärm bei uns machen kann.« Denn nach Angaben des 74-Jährigen waren die bisherigen Bemühungen von Anwohnern des Bereichs, durch Schutzwände den Lärm durch den Schienenverkehr einzudämmen, von der Bahn bislang aus Kostengründen abgelehnt worden.

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