Mi., 13.06.2018

Auswirkungen auf Bünder Feuerwehr und Rettungsdienst – Fahrzeug wird verlegt Straßensperrung: Einsatzkräfte sorgen sich

Derzeit kommen die Mitarbeiter der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache bei Einsätzen noch über die Lübbecker Straße in die Stadt. Vom 18. Juni bis voraussichtlich zum 6. Juli wird ein Teilstück der Landesstraße jedoch saniert – und gesperrt.

Derzeit kommen die Mitarbeiter der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache bei Einsätzen noch über die Lübbecker Straße in die Stadt. Vom 18. Juni bis voraussichtlich zum 6. Juli wird ein Teilstück der Landesstraße jedoch saniert – und gesperrt. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Die geplante, dreiwöchige Vollsperrung eines Teils der Lübbecker Straße dürfte ab dem 18. Juni nicht nur zahlreiche Autofahrer beschäftigen. Auch die Bünder Feuerwehr und der Rettungsdienst müssen sich darauf einstellen.

Denn für die Mitarbeiter der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache an der Dünner Straße ist die Strecke der schnellste Weg, wenn sie zu Einsätzen in die Innenstadt ausrücken müssen.

Wie berichtet, muss die Hauptverkehrsachse zwischen Innenstadt und den nördlichen Stadtteilen wegen Bauarbeiten des Landesbetriebs Straßen NRW auf dem Abschnitt zwischen dem Konrad-Adenauer-Kreisverkehr und der Einmündung Wasserbreite/Am Brunnen gesperrt werden.

»Flugzeuge und Helikopter haben sie schließlich noch nicht

In der Sitzung des Feuerwehrausschusses kam am Montagabend vonseiten der SPD-Fraktion die Frage auf, wie sich die Situation auf ein Einsatzszenario der Rettungskräfte auswirken würde. »Flugzeuge und Helikopter haben sie schließlich noch nicht«, hieß es aus dem Plenum an die Adresse von Felix Heidenreich, dem zuständigen Sachbearbeiter für den Rettungsdienst in Bünde.

Dieser gab zu: »Das wird tatsächlich ein großes Problem sein. Allerdings haben wir in Absprache mit der Baustellenleitung vor Ort, für den 18. Juni einen Ortstermin anberaumt. Schließlich könnte es möglich sein, dass wir bis zu acht Mal am Tag dort durchmüssen.« Aktuell sei Heidenreich noch guter Dinge, dass die Fahrzeuges des Rettungsdienstes im Falle eine Einsatzes eine Seite des für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straßenabschnitts befahren könnten. »Wenn das nicht möglich sein sollte, bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Borriesstraße auszuweichen«, sagte Heidenreich. Die Folge wäre jedoch, dass sich die Anfahrtszeiten der Rettungskräfte bei Einsätzen dann erhöhen würden.

HLF bekommt kurzzeitig Standort in der City

Mit Blick auf die kommende Sperrung ergänzte Bündes Feuerwehrchef Rüdiger Meier: »Der Rettungsdienst hat noch am ehesten eine Chance dort durchzukommen, wenn eine Fahrbahn frei bleibt. Wir haben aber noch größere und breitere Fahrzeuge.« Auch vonseiten der Feuerwehr sei man daher mit der Baustellenleitung im Gespräch. »Wenn es von der Dünner Straße Richtung Innenstadt funktioniert, können wir alle froh sein«, so Meier. Ob das dauerhaft klappe, müsse mit Fortschreiten der Straßensanierung jedoch täglich kontrolliert werden.

Ein weiteres Problem ergebe sich für den ehrenamtlichen Bereich der Feuerwehr. Denn die Mitglieder des Löschzugs Bünde-Mitte dürften die gesperrte Trasse keinesfalls mit ihren Privatwagen passieren. Meier: »Aufgemacht wird nur für Sondersignalfahrzeuge auf Sondersignalfahrt – ansonsten bleibt die Baustelle zu.« Allerdings hat der Feuerwehrchef auch hierfür eine Lösung parat. »Wir werden das HLF des Löschzugs Mitte für die Dauer der Baustelle in den Kernstadtbereich verlegen. So müsste es eigentlich funktionieren.«

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