Do., 14.06.2018

Interessierte können am Sonntag, 17. Juni, drei naturnahe Orte besuchen Von Garten zu Gartenmit dem Naturschutzbund

Der Nabu-Kreisvorsitzende Friedhelm Diebrok (links) freut sich, dass Regina Meyer am Aktionstag »Von Garten zu Garten« teilnimmt. Am Sonntag, 17. Juni, können Besucher bei ihr sowie an zwei weiteren Standorten naturnahe Gärten bewundern.

Der Nabu-Kreisvorsitzende Friedhelm Diebrok (links) freut sich, dass Regina Meyer am Aktionstag »Von Garten zu Garten« teilnimmt. Am Sonntag, 17. Juni, können Besucher bei ihr sowie an zwei weiteren Standorten naturnahe Gärten bewundern. Foto: Joschka Brings

Von Joschka Brings

Bünde (WB). Auch bei grauem Himmel leuchtet es in der Bruchstraße in bunten Farben, Insekten bevölkern die unzähligen Blüten in Regina Meyers Garten. Ab und zu läuft ein Entenpaar vorbei.

Am Sonntag, 17. Juni, können Besucher in Bünde Einblicke in drei naturnahe Gärten erhalten. Neben dem Nabu-Kreisvorsitzenden Friedhelm Diebrok und Familie Pietsch wird auch Regina Meyer ihren Garten am Kleinen Bruchweg 18 für Interessierte öffnen. Dieses Jahr solle der Fokus besonders auf die Problematik des Insekten- und Vogelschwunds gelegt werden, erklärt Friedhelm Diebrok. Oft helfe es schon, den Rasen nicht zu kurz zu mähen. Auch Klee und andere blühende Pflanzen helfen den Insekten, Schutz und Nahrung zu finden.

Abwechslungsreiche Beete für die Bienen

Was man gegen den Rückgang von Bienen und Co. noch unternehmen kann, können sich die Besucher zum Beispiel bei Regina Meyer angucken. Die Bünderin, die, wie sie sagt, nach einer Jugend als »Stadtkind« in Berlin erst durch ihre Schwiegereltern die Leidenschaft für den Garten entdeckte, erklärt: »In meinem Staudenbeet versuche ich, klassische Garten-Stauden mit unbekannteren, einheimischen Pflanzen abzuwechseln.«

Friedhelm Diebrok begrüßt das: »Es gibt über 500 Wildbienen-Arten. Etwa ein Drittel davon hat sich auf eine bestimmte Pflanze spezialisiert. Wenn diese Pflanze nicht mehr vorkommt, verschwindet auch die Bienenart.« Also hat Regina Meyer neben ihren Pfingstrosen, die laut Nabu-Experte Diebrok zwar schön für den Menschen, für Insekten jedoch nutzlos seien, zum Beispiel auch Glockenblumen gepflanzt. Dort können »Glockenblumen-Scherenbienen« Futter und Unterschlupf finden.

Vergessene Apfelsorten ins Gedächtnis rufen

Wenn man durch Regina Meyers etwa 3000 Quadratmeter großen Garten spaziert, trifft man auch auf etwas größere Tiere. Vier Laufenten, die Jüngeren erst 13 Wochen alt, wohnen dort. Und obwohl sie von Meyer gefüttert werden, lassen sich die Wildtiere nicht berühren und bleiben auf Abstand zu Besuchern.

Für die Aktion »Von Garten zu Garten«, die Sonntag von 11 bis 18 Uhr stattfindet, hat Meyer keine Mühen gescheut. Von Hand hat sie etwa 300 Bilder alter und oft vergessener Apfelsorten ausgeschnitten und an Girlanden zwischen ihren Bäumen aufgehängt. Am Sonntag sollen außerdem Künstlerinnen des Kunst-Karrees ihre Werke im Garten ausstellen. Für Kaffee und Kuchen sorgen Mitglieder des Nabu, dem auch die Erlöse zugute kommen.

Diebrok regt an, alle drei Gärten mit einer Radtour zu verbinden. »Bei Familie Pietsch im Lehmweg 1 gibt es einen etwas kleineren Garten mit verwunschenen Ecken. Ich möchte in der Engerstraße 151 den Besuchern zeigen, was Insekten und Vögeln in der Landschaft fehlt und wie man das beispielsweise mit Hecken im eigenen Garten ausgleichen kann.«

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