Do., 12.07.2018

Ausschuss unterstützt entsprechenden Antrag der Handel Bünde GbR Stadt finanziert Kauf einer neuen Weihnachtsbeleuchtung

So könnte die Weihnachtsbeleuchtung auch in Bünde künftig aussehen.

So könnte die Weihnachtsbeleuchtung auch in Bünde künftig aussehen. Foto: Handel Bünde GbR

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Mitten im Hochsommer eine Diskussion über Weihnachtsbeleuchtung? Dass dieses Thema auch im Juli nicht einer gewissen politischen Brisanz entbehrt, zeigte sich am Dienstagabend während der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses.

Anlass war ein Antrag, den Georg Kruthoff, Geschäftsführer der Handel Bünde GbR, bereits im März gestellt hatte. Darin heißt es: »Die Stadt Bünde stellt der Handel Bünde GbR das notwendige Geld für den Erwerb einer neuen, modernen und Energie sparenden Weihnachtsbeleuchtung zur Verfügung. Gleichzeitig stellt die Stadt der Handel Bünde GbR die entsprechenden Mittel zur Verfügung, um die Weihnachtsbeleuchtung zu installieren, zu deinstallieren, zu warten und zu lagern.«

Alte Beleuchtung hat ausgedient

Kommentar

Ein Stromfresser, der nicht einmal hübsch anzuschauen ist – so kann man die alte Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt charakterisieren. Zeit, dass hier mal was Neues angeschafft wird. Dass dabei die Stadt der Handel Bünde GbR finanziell unter die Arme greift, ist keine Selbstverständlichkeit. Aber eine solche Anschaffung erhöht die Attraktivität der Einkaufsstadt Bünde. Und das ist in Zeiten, in denen der stationäre Handel zu kämpfen hat, ein gewichtiges Argument. Das wissen auch die Kommunalpolitiker und die Verwaltungsspitze.

Kruthoff hatte den Antrag damit begründet, dass die Bünder Kaufmannschaft sich seit Jahrzehnten um die Weihnachtsbeleuchtung kümmere, diese aber inzwischen aus verschiedenen Gründen ausgedient habe. »Neben dem immensen Stromverbrauch ist auch das Handling mit den Lichtertoren immer schwieriger geworden.« Die finanzielle Lage der Kaufmannschaft lasse es nicht zu, in einem solchem Umfang die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung weiter zu übernehmen.

Dass die vorhandene Weihnachtsbeleuchtung technisch veraltet und zudem nicht sonderlich attraktiv ist, darin besteht bei den Kommunalpolitikern Konsens. Uneins war man sich aber hinsichtlich des Antrages. Friedhelm Heitkamp (CDU) betonte, dass die derzeitige Weihnachtsbeleuchtung einer Stadt wie Bünde nicht angemessen sei. Die Stadt solle deshalb die Anschaffung neuer Lichterketten und die Erstinstallation übernehmen. Uwe Mausch (Grüne) verwies darauf, dass nicht nur die Stadt, sondern auch der Handel davon profitiere. Deshalb plädiere seine Fraktion nur für eine anteilige Bezuschussung der Anschaffungs- und Erstinstallationskosten.

Mehrheit für SPD-Vorschlag

SPD-Fraktionschefin Andrea Kieper gab mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage zu bedenken, dass die Stadt mit einem Defizit von 3 Millionen Euro rechnen müsse. Zudem seien die Bünder Bürger bereits jetzt an den Stromkosten für die Beleuchtung beteiligt – die finanziere schließlich das kommunale Versorgungsunternehmen EWB. Die SPD könne sich die Übernahme der Anschaffungskosten vorstellen – in Sachen Erstinstallationen allerdings solle es nur eine Bezuschussung geben. Guido Ronsiek (FDP) erinnerte daran, dass man etliche Großprojekte wie den Bahnhof, die Britenwohnungen und das Freibad zu stemmen habe. Deshalb sollten diejenigen, die von einer neuen Weihnachtsbeleuchtung profitierten – also der städtische Einzelhandel – bei der Finanzierung mit ins Boot geholt werden.

Bei der Abstimmung konnte sich zu guter Letzt die SPD mit ihrem Vorschlag durchsetzen. Eine Mehrheit votierte dafür.

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