Do., 14.12.2017

Potenzieller Investor will Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen Überraschung bei Alno: Es gibt doch noch einen Interessenten

Mitarbeiter des insolventen Küchenhersteller Alno auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung im November. Dort wird ihnen das Aus mitgeteilt. Geht es nun doch weiter?

Mitarbeiter des insolventen Küchenhersteller Alno auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung im November. Dort wird ihnen das Aus mitgeteilt. Geht es nun doch weiter? Foto: dpa

Pfullendorf/Enger (WB/dpa). Überraschung bei Alno: Augenscheinlich gibt es doch noch einen Interessenten für den insolventen Küchenbauer mit Tochter Wellmann in Enger.

Die Investmentgesellschaft Riverrock will die Produktion des Küchenbauers Alno wiederbeleben. Die Gesellschaft habe ein entsprechendes Angebot abgegeben, teilte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Martin Hörmann am Donnerstag im baden-württembergischen Pfullendorf mit.

Die Gesellschaft habe dem Verwalter mitgeteilt, dass sie beabsichtige, den am 24. November eingestellten Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen, wenn es zum Abschluss eines Kaufvertrages komme. Was das für Tochter Wellmann in Enger bedeutet, ist derzeit unklar.

Das Angebot werde geprüft. Der Beschluss über die Beendigung bleibe jedoch weiter aufrecht erhalten, hieß es vom Insolvenzverwalter.

Unter Zeitdruck

Riverrock ist nach einem Medienbericht auch Kreditgeber von Alno gewesen. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Hörmann wollte sich dazu nicht äußern.

Nachdem ein chinesischer Investor abgesprungen war, hatte Hörmann das endgültige Aus für das Traditionsunternehmen eingeläutet.

Er steht bei den Gesprächen mit Riverrock unter Zeitdruck, weil sich die ehemaligen Beschäftigten nach neuen Stellen umsehen. Der Küchenbauer hatte im Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Seitdem hatte Hörmann versucht, einen Käufer zu finden.

Die Billigküchen-Tochter Pino aus Coswig (Sachsen-Anhalt) war Anfang Oktober an eine Investorengruppe um den Marktführer Nobilia aus Verl verkauft worden. Damit wurden die Jobs von 230 Mitarbeitern gesichert.

Bei der Wellmann aus Enger verlief die Investorensuche hingegen erfolglos - die allermeisten der 400 Mitarbeiter mussten gehen.

 

 

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