Do., 21.12.2017

Die drei Museen der Widukindstadt stellen Programm für 2018 vor »Kreiskulturhauptstadt Enger«

Stellen das neue Programm-Heft vor: Angela Franke (von rechts, Verein Gerbereimuseum), Regine Krull (Leiterin des Widukind-Museums) und Bürgermeister Thomas Meyer sowie die Förderer Helga Strack (Heckewerth-Stiftung), Christoph Reuther (Sparkasse), Christoph Ogawa-Müller, Isabell Bäcker (Förderverein), Oliver Ohm (Volksbank-Stiftung) und Jasmin Richardt (Schlafmond).

Stellen das neue Programm-Heft vor: Angela Franke (von rechts, Verein Gerbereimuseum), Regine Krull (Leiterin des Widukind-Museums) und Bürgermeister Thomas Meyer sowie die Förderer Helga Strack (Heckewerth-Stiftung), Christoph Reuther (Sparkasse), Christoph Ogawa-Müller, Isabell Bäcker (Förderverein), Oliver Ohm (Volksbank-Stiftung) und Jasmin Richardt (Schlafmond). Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Enger (WB). Als Kulturhauptstadt des Kreises Herford habe Landrat Jürgen Müller Enger vor kurzem bezeichnet, sagte Isabell Bäcker vom Förderverein des Widukind-Museums. Schaut man sich an, was die drei Engeraner Museen für 2018 alles geplant haben, ist der Titel durchaus gerechtfertigt. Die Verantwortlichen vom Kleinbahn-, Gerberei- und Widukind-Museum stellten jetzt die Highlights des kommenden Jahres vor.

Besonders sei dabei das Kreisgeschichtsfest, das 2018 in Enger stattfinde, so Regine Krull, Leiterin des Widukind-Museums. »Das ist ein großes Ereignis für uns.« In einem zweitägigen Programm, am 1. und 2. September, wird dem Publikum da auf unterhaltsame Weise vorgestellt, was die Region des Kreises Herford ausmacht. Hobbyhistoriker und Profis, Heimatforscher und Mitglieder von Geschichts- und Naturwerkstätten, Schüler und Studenten kommen da in der Engeraner Innenstadt zusammen und beschäftigen sich mit der Geschichte des Alltags, der Landschaft und mit dem Gewöhnlichen und dem Besonderen der Geschichte vor Ort. Die drei Museen in Enger gestalten die Veranstaltung des Kreisheimatvereins maßgeblich mit.

Gedenken an Königin Mathilde

Im Mittelpunkt des kommenden Jahres steht aber auch Königin Mathilde. Die Namensgeberin des Mathilden-Platzes im Zentrum Engers ist eine Nachfahrin aus dem Geschlecht Widukind. Im Jahre 968, also dann vor 1050 Jahren, starb die Königin. Das Gerbereimuseum eröffnet deshalb am 11. März die Ausstellung »Königin Mathilde–Leidenschaft für fromme Werke« in der Galerie. In der Zusammenarbeit zwischen Gerbereimuseum und Widukind-Museum werden sowohl die Hintergründe der Entstehung ihrer Lebensbeschreibungen, als auch die Aspekte des örtlichen Gedenkens an Königin Mathilde beleuchtet. »Das zehnte Jahrhundert war noch quellenärmer als die Zeit von Widukind«, sagte Krull. Deshalb sei sie froh, dass es die Lebensbeschreibungen von Königin Mathilde gäbe, aus denen Einiges abzuleiten sei.

Es gibt aber noch viel mehr zu erleben im Kleinbahn-, Gerberei- und Widukind-Museum. Die Reihe der Cafékonzerte in der Galerie im Gerbereimuseum wird fortgesetzt und startet am 15. April mit Musik des Trios Sorrelina. Die beliebte und erfolgreiche Tango-Reihe startet im neuen Jahr am 10. März mit Schnupperstunden und der »Milonga tipica« im Kleinbahnmuseum. Dort findet am 1. Juli auch die erste Oldtimer-Ausstellungen statt. Die Treffen von historischen Fahrzeugen locken jedes Mal zahlreiche Besucher aus der ganzen Region.

Kulturelle Aktionen für Familien

Außerdem gibt es auch 2018 wieder verschiedene Lesungen, Aktionen für die ganze Familie, wie die »Nachtschicht im Museum« am 23. Februar, oder die nicht ganz ernst gemeinte Laternenstadtführung »Die finstere Seite von Enger« am 14. September. Auch geschichtliche Exkursionen wird es in 2018 wieder geben. »In die Stiftskirche zum Beispiel«, sagt Krull. »Die sehen wir täglich, aber nur wenige wissen etwas über die Historie des Gotteshauses aus dem achten Jahrhundert.«

Besonders viel Aufmerksamkeit dürften im kommenden Jahr wieder die Konzerte des »Enger Curzweyl Cabinett« im Dachgeschoss des Widukind-Museums bekommen. »Auf das Konzert mit Panflöte und Gitarre von Matthias Schlubeck und Eva Beneke bin ich persönlich sehr gespannt«, sagte Isabell Bäcker vom Förderverein. »Die Panflöte kennt man ja eher aus der Folklore und nicht, wie hier, in der klassischen Musik.«

Programmhefte werden verteilt

16.000 Programmhefte zu all dem, was an Kultur in 2018 in Enger geplant ist, haben die Verantwortlichen drucken lassen. In den Museen sind die Heftchen jetzt schon ausgelegt. Zwischen Weihnachten und Neujahr, spätestens aber Anfang 2018, werden sie an die Haushalte verteilt.

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