Mi., 14.03.2018

Zweite Ladestation für Elektro-Autos soll in Enger entstehen Bäume müssten weichen

Hier, an der Bahnhofstraße/Ecke Kirchweg in Enger, soll die neue Ladestation für Elektroautos in Enger auf Vorschlag der Westfalen Weser Netz GmbH errichtet werden. Die dort noch stehenden Bäume würden dann der Säge zum Opfer fallen.

Hier, an der Bahnhofstraße/Ecke Kirchweg in Enger, soll die neue Ladestation für Elektroautos in Enger auf Vorschlag der Westfalen Weser Netz GmbH errichtet werden. Die dort noch stehenden Bäume würden dann der Säge zum Opfer fallen. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Enger (WB). Eine weitere Ladestation für Elektroautos soll in Enger entstehen. Der von der Westfalen Weser Netz GmbH empfohlene Standort an der Bahnhofstraße/Ecke Kirchplatz ist allerdings umstritten. Nicht nur, weil dafür zwei Bäume gefällt werden müssten.

»Die Ladestation wird wohl immer zugeparkt sein«, meinte Harald Wurm (Grüne) während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt. Fraktionssprecherin Regina Schlüter-Ruff signalisierte trotzdem Zustimmung, obwohl man mit dem Standort hadere. Detlev Göhner (CDU) erklärte, auf dem Heckewerth-Platz, wo auch der Wochenmarkt stattfindet, sei die Station besser aufgehoben, zumal die Bahnhofstraße »irgendwann ja zurückgebaut« werden solle. Fachbereichsleiterinn Inge Nienhüser entgegnete: »Dem Heckewert-Platz würden dann zwei Parkplätze fehlen.« Wichtig sei es, dass die neue Ladestation im Zentrum angesiedelt werde.

Station am Kleinbahnhof

Eine Station gibt es bereits am Kleinbahnhof. Um die neue zu installieren, soll der Bebauungsplan »Bahnhofstraße« geändert werden. Die Mitglieder des Fachausschusses konnten sich hierzu aber noch nicht durchringen. Die CDU meldete Beratungsbedarf an. Die Fraktion der Christdemokraten ist laut Göhner derzeit noch uneins darüber, ob sie den von der Verwaltung und dem Stromanbieter vorgeschlagenen Standort zustimmen soll oder nicht.

Der Paderborner Energieversorger hat sich bereit erklärt, die neue Ladestation zu finanzieren. Der empfohlene und auch von Engers Stadtverwaltung mitgetragene Standort wurde ausgewählt, damit sich die Nutzer während des anderthalb bis dreistündigen Ladevorgangs im Zentrum aufhalten und zum Beispiel – zum Vorteil für den örtlichen Einzelhandel – einkaufen gehen können.

Wechseltrom-Anlage

Die »ausgeguckte« innerstädtische Grünfläche direkt neben der »Pfötchenbude«, einem Fachgeschäft für Hundebedarf, wurde laut Verwaltung vermutlich wegen des Verkehrslärms nie gut angenommen. Ein Teil der Fläche soll für die Erstellung der entsprechenden Stellplätze genutzt werden. Ihr Bau kann aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes finanziert werden.

Laut Nienhüser handelt es sich bei der neuen E-Tankstelle um eine Wechselstrom-Ladestation, die schnellste, die es zurzeit gebe. Jörg Pultermann (SPD) hielt den Standort Bahnhofstraße für »okay«. Das letzte Wort hat jetzt der Rat der Stadt. Er tagt am Montag, 9. April.

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