Fr., 18.05.2018

Haus an der Heerdiekstraße nach 15-monatigem Umbau bezogen Kleiderfabrik als Wohnresidenz

»Das ist mein neues Reich«, schwärmt Ursula Meyer (77, rechts) über ihre neue Wohnung. Sie hat die Wohnresidenz an der Heerdiekstraße 15 als Erste bezogen. Maklerin Sarah Ercan (links) freut sich mit der Mieterin über deren neues Zuhause.

»Das ist mein neues Reich«, schwärmt Ursula Meyer (77, rechts) über ihre neue Wohnung. Sie hat die Wohnresidenz an der Heerdiekstraße 15 als Erste bezogen. Maklerin Sarah Ercan (links) freut sich mit der Mieterin über deren neues Zuhause. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Enger (WB). Der Generationentreff Enger (GTE) hat neue Nachbarn. Nach 15 Monaten Bauzeit ist aus der ehemaligen Kleiderfabrik Diekmann an der Heerdiekstraße 15 eine Wohnresidenz geworden.

»12 der 13 Eigentumswohnungen sind verkauft, nur eine ist noch frei. So gut wie alle sind inzwischen auch bezogen«, erklärte Sarah Ercan, Maklerin des New Live Bauträgers aus Paderborn. Die Im-mobilis GmbH aus Salzkotten hatte das Anwesen erworben und vor zwei Jahren die ersten Umbaupläne präsentiert. 1,8 Millionen Euro wurden in Abriss und Neubau investiert.

Nur noch eine Wohnung frei

Die neu entstandenen Wohnungen sind zwischen 50 und 80 Quadratmeter groß und verfügen entweder über eine Terrasse oder einen Balkon. Die Idee, den Verein Wohnen-Arbeit-Freizeit mit einem ambulanten Pflegedienst für eine Betreuung rund um die Uhr in das dreigeschossige Gebäudekomplex zu integrieren, ließ sich indes nicht verwirklichen.

Die Nachfrage nach Wohnraum in Enger ist derweil ungebrochen groß. Junge wie ältere Interessenten gaben sich am Donnerstagnachmittag an der Heerdiekstraße ein Stelldichein, um sich über die noch verbliebene Zwei-Zimmer-Wohnung in der Größe von 51 Quadratmetern im Erdgeschoss mit kleinem Garten zu informieren. »Diese Wohnung ist noch nicht verkauft, deshalb werden wir sie vermieten«, erklärte Sarah Ercan. Dann führte die 25-Jährige die Interessenten durch das Niedrigenergie-Haus (KfW 55). Vor dem Gebäude muss nur noch der Rasen wachsen, dann ist die Idylle perfekt.

Ursula Meyer erste Mieterin

Ursula Meyer aus Enger hat sich frühzeitig als Mieterin um eine Wohnung in der neuen Wohnresidenz beworben. Die 77-Jährige war die Erste, die am 1. März an der Heerdiekstraße eingezogen ist. Beworben hat sich die Witwe um die 65 Quadratmeter große Zwei-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss unter anderem, weil sie barrierefrei ist.

»Wir werden alle älter. Und in meiner alten Wohnung hatte ich nur eine Badewanne. Jetzt verfüge ich über eine begehbare Dusche und einen Fahrstuhl«, sagte die Rentnerin im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Das neue Zuhause hat sie sich auch schon gemütlich eingerichtet. Besonders freut sie sich über die Nähe zum GTE. Dort betreut sie nämlich ehrenamtlich demenzkranke Menschen. »Wir hatten auch schon ein Nachbarschaftstreffen«, erzählt Meyer. Für Juli sei zudem ein Straßenfest geplant.

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