Sa., 11.08.2018

Acht junge Schwarzstörche auf der Durchreise – Begegnung mit dem Fuchs Seltene Gäste im Enger Bruch

Ein seltener Anblick bot sich Besuchern des Enger Bruchs am Morgen des 3. Augusts. Eine Gruppe von insgesamt acht Schwarzstörchen war zu Besuch am vorderen Teich des Enger Bruchs. Nach zwei Stunden zogen die Jungvögel weiter.

Ein seltener Anblick bot sich Besuchern des Enger Bruchs am Morgen des 3. Augusts. Eine Gruppe von insgesamt acht Schwarzstörchen war zu Besuch am vorderen Teich des Enger Bruchs. Nach zwei Stunden zogen die Jungvögel weiter. Foto: www.lietzow-naturfotografie.de

Von Daniela Dembert

Enger (WB). Außergewöhnlicher Besuch im Enger Bruch! Acht junge Schwarzstörche haben Station im Naturschutzgebiet der Widukindstadt gemacht. Hobbyornithologe Eckhard Lietzow hat die ungewohnten Gäste am Morgen des 3. Augusts bei einer Verschnaufpause mit Abkühlung im vorderen Teich des Bruchs vom Aussichtsturm aus beobachtet.

»Wenn in der Vergangenheit mal ein einzelner Schwarzstorch im Bruch zu sehen war, hat man ja schon laut ›Hurra‹ gerufen. Das war jetzt eine richtige Sensation«, versichert der Naturfotograf. Idyllische Bilder hat der Engeraner festhalten und einen kleinen Film drehen können, in dem neben Meister Adebar auch einige andere Protagonisten auftauchen. »An diesem Morgen waren 13 Graureiher vor Ort. Auch eine ungewohnt hohe Zahl. Sonst sind es nicht mehr als neun«, berichtet Lietzow. Lust auf Geflügel hatte offenbar auch Reinecke Fuchs, der mehrere Anläufe unternommen hat, sich den Großvögeln zu nähern - allerdings ohne den gewünschten Erfolg.

Fluggemeinschaft junger Tiere

»Bei den Schwarzstörchen handelte es sich mit großer Sicherheit um eine Fluggemeinschaft junger Tiere, leicht zu erkennen an den noch grauen und nicht in voller Röte erscheinenden Beinen und Schnäbeln«, so der Vogelfreund. Leider sei das Naturschauspiel nur von kurzer Dauer gewesen. »Nach etwa zwei Stunden sind sie dann wieder aufgebrochen.«

Vor einigen Tagen bot sich ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so seltenes Schauspiel in Westerenger: vierzehn Weißstörche hatten sich auf einer frisch gemähten Wiese am Grünen Weg zur Futtersuche eingefunden. Die Anwohner posteten das Ereignis bei Facebook. Auch hierbei handelte es sich Lietzows Vermutungen nach um eine Zuggemeinschaft aus Jungvögeln.

Weißstörche schon unterwegs

Was die drei jungen Engeraner Weißstörche angeht, so sollten diese wohl schon einige hundert Kilometer ihrer ersten großen Reise zurück gelegt haben. Einen verbliebenen Jungvogel hatte Eckhard Lietzow am Morgen des 23. Juli zuletzt auf dem Horst gesehen. Die Geschwister waren schon tags davor nicht mehr ins Nest zurück gekehrt. Der frühe Aufbruch komme in dieser Saison auch in vielen anderen Storchengebieten vor, so Lietzow, und sei der Nahrungsknappheit durch wochenlange Trockenheit geschuldet. »Ich hatte zunächst Sorge, ob sie schon in der Lage wären, genug Futter selbst zu suchen«, erzählt der Naturfotograf und bedauert: »Wie es ihnen weiter ergeht ist für uns ja leider nicht mehr nachvollziehbar.«

Bilder und Filme, die das Storchenjahr in Enger und den Besuch der Schwarzstörche dokumentieren, finden Interessierte auf www.lietzow-naturfotografie.de

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