>

Mo., 08.08.2016

Im Denkwerk gibt es Deutschlands erstes multimediales Herren-WC Rennfahren auf der Toilette

Wer ist schneller? Die 60 Mitarbeiter im Denkwerk gehen gerne aufs Klo. Mit ihrem Urinstrahl können sie nämlich einen virtuellen Rennwagen steuern. Laser-Sensoren machen dies möglich. Wer keine Lust auf dieses interaktive Spiel hat, nimmt einfach das Pissoir in der Mitte.

Wer ist schneller? Die 60 Mitarbeiter im Denkwerk gehen gerne aufs Klo. Mit ihrem Urinstrahl können sie nämlich einen virtuellen Rennwagen steuern. Laser-Sensoren machen dies möglich. Wer keine Lust auf dieses interaktive Spiel hat, nimmt einfach das Pissoir in der Mitte. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford(WB). Das ist wirklich nur etwas für Männer: Im Herforder Denkwerk stehen Deutschlands erste multimediale Herrentoiletten. Dort kann man(n) beim Pinkeln Computer spielen – ein Erlebnis der besonderen Art.

Spiel startet automatisch

Auf den ersten Blick wirkt das stille Örtchen des Gründerzentrums an der Leopoldstraße stinknormal. Auffallend sind lediglich die beiden Monitore, die über den Pissoirs an der Wand hängen. Über die Bildschirme flackert Werbung. Stellt man sich jedoch davor, startet automatisch das interaktive Autorennspiel.

Aufs Zielen kommt es an

Jetzt heißt es Wasser lassen: »Laser-Sensoren im Urinal erkennen die Strahlrichtung«, erklärt Denkwerk-Chef Oliver Flaskämper. Aufs Rechts/Links-Zielen kommt es an. Wer viele Punkte sammeln möchte, muss mit seinem Rennwagen Hindernissen ausweichen und Trophäen auflesen. Geht einem der Sprit – genauer gesagt der Urin – aus, erscheint auf dem Display eine Zapfsäule. Mit voller Blase lässt es sich also länger zocken. Oliver Flaskämper: »Englische Gaststätten mit diesen Toiletten verzeichnen ein Getränke-Umsatzplus von bis zu 30 Prozent. Viele Gäste scheinen ein Bier mehr zu trinken, um noch einmal aufs Klo zu müssen.«

Multimedia-WC stammt aus Großbrittannien

Der Internet-Unternehmer (»Bitcoin«) liebt technische Spielereien. Was manche für überflüssig halten mögen, begeistert den 43-Jährigen. Lange habe er gesucht, um die multimedialen Pissoirs zu finden. Die werden von der Firma »Captive Media« konzipiert. Mehr als ein halbes Dutzend Klo-Spiele sind auf dem Markt.

Elfmeterschießen zur EM

Neben Autorennen gibt es zum Beispiel Rugby, Cricket und Skifahren. »Und zur Europameisterschaft hatten wir Fußball. Das kam ziemlich gut an«, sagt Oliver Flaskämper. Das Spiel heißt übrigens »Pee-nalty« (»Pee« steht im Englischen für pinkeln). Oliver Flaskämper geht davon aus, dass es bald möglich sein wird, gegeneinander anzutreten. »Einer steht im Tor, der andere schießt den Elfmeter.« So könnte aus dem stillen Örtchen ein kommunikativer Ort werden.

Ohnehin haben Toiletten für den Unternehmer einen hohen Stellenwert. »Es muss gut riechen und hygienisch sein. Alles sollte automatisch funktionieren, dazu leise Hintergrundmusik laufen. Und warum dann nicht noch ein bisschen Spaß mit einem Computerspiel?« Und was machen die Frauen? Oliver Flaskämper: »Da wird es mit dem Zielen etwas schwierig.«

Kommentare

"»Bitcoin«"?

Was haben denn jetzt Bitcoins damit zu tun?

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4214469?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198393%2F2514620%2F