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Mi., 06.12.2017

Schnapp-Ebmeier lädt zum Atelier- und Galeriebesuch Neues vom roten Gerd

»Metamorphosen« nennt der Künstler Gerd Schnapp-Ebmeier seine neuen Arbeiten, die er am Wochenende in seiner Galerie an der Waltgeristraße vorstellt. Die Räumlichkeiten sind Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

»Metamorphosen« nennt der Künstler Gerd Schnapp-Ebmeier seine neuen Arbeiten, die er am Wochenende in seiner Galerie an der Waltgeristraße vorstellt. Die Räumlichkeiten sind Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: Hartmut Horstmann

Von Hartmut Horstmann

Herford (WB). Als Galerist hat sich Gerd Schnapp-Ebmeier zur Ruhe gesetzt. Als Künstler indes startet er noch einmal richtig durch. Neue Arbeiten des Herforders sind am Wochenende in seinen Räumen an der Waltgeristraße zu sehen.

»Kunst-Werk Herford« nennt der 68-Jährige seine Galerie, in der er über viele Jahre andere Künstler präsentierte. Dass Schnapp-Ebmeier die Räume jetzt auch für das Zeigen seiner eigenen Arbeiten selten nutzt, hat mit seinen internationalen Ambitionen zu tun. Er sei viel unterwegs und habe Ausstellungen im Ausland, sagt er. In diesem Zusammenhang weist er besonders auf eine Skulpturen-Biennale im kommenden Jahr in Dänemark hin.

Freude an den Farben

Doch jetzt stehen erst mal die Offenen Ateliers am kommenden Wochenende an. Am Samstag und Sonntag hat der Künstler seine Galerieräume jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Einladungskarte ist ein roter Vorhang zu sehen – verbunden mit der Frage, was sich wohl dahinter verberge. Die Lust am Geheimnis führt zu seinen neuen Bildern, die er »Metamorphosen« nennt und die auf zwei Ebenen funktionieren.

Zum einen bei Tageslicht: Blickt der Betrachter auf das Bild, sieht er eine zum Teil zerfranst wirkende Oberfläche, auf der meist die Rostfarben dominieren. Diese Struktur, eine Verbindung von Farben und Metallpigmenten, verändert sich beim UV-Licht: Neue Farben, die bisher nicht zu sehen waren, kommen plötzlich leuchtend zum Vorschein. Manche Arbeiten lassen an bunt illuminierte Höhlen denken.

»Ich gehe weiter«

Unübersehbar ist, dass Gerd Schnapp-Ebmeier die Farbe Rot besonders liebt. Nicht nur Pullover und Sofa künden von dieser Passion, sondern auch viele seiner Arbeiten. Dass er vor Jahren mit seinen Rostbildern völlig neue Farbtöne in seine Arbeit integriert hat, sieht er auch als Teil seines Anspruchs, immer wieder Neues entdecken zu wollen.

Im Falle der »Metamorphosen« kommt mit Hilfe der Leuchtfarben das Bild hinter dem Bild hinzu. Aber er schaue sich die Arbeiten auch gerne einfach nur bei Tageslicht auf dem Sofa an. Das sei schon ein Erlebnis. Aber Schnapp-Ebmeier wäre nicht Schnapp-Ebmeier, wenn er hinsichtlich seiner Tageslicht-Bilder nicht selbstbewusst hinzufügen würde: »Die meisten Künstler hören da auf. Ich aber gehe weiter.«

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