Di., 13.02.2018

GroKo-Diskussion und Rückzug von Martin Schulz bringt Bewegung in den Kreisverband Herford SPD meldet 33 Neueintritte

Deutlich mehr neue Parteibücher als sonst stellt der SPD-Kreisverband Herford nach eigenen Angaben zurzeit aus.

Deutlich mehr neue Parteibücher als sonst stellt der SPD-Kreisverband Herford nach eigenen Angaben zurzeit aus. Foto: dpa

Von Peter Schelberg

Herford (WB). Die Diskussion um die Große Koalition und die Personalie Martin Schulz sorgt im SPD-Kreisverband Herford für Bewegung: »Wir haben seit 1. Januar und bis zum Stichtag 6. Februar kreisweit 33 Neueintritte registriert, das ist deutlich mehr als sonst«, sagte Kreisgeschäftsführer Dr. Olaf Winkelmann. Diese Zahl übertreffe sogar die von Anfang 2017, als die SPD laut Winkelmann eine Eintrittswelle im Zusammenhang mit der Schulz-Nominierung hatte.

30 Prozent der Neueinsteiger im Juso-Alter

Von den 33 Neueinsteigern seien 30 Prozent im Juso-Alter (bis 35 Jahre alt) und 70 Prozent älter. 20 Prozent seien weiblich, 80 Prozent männlich. »Die meisten Eintritte hatten wir in Herford und Löhne«, sagte der Geschäftsführer.

Auch über den Stichtag hinaus gebe es Parteieintritte, seit dem 6. Februar waren es vier. »80 Prozent der Neuzugänge sind motiviert, an der Mitgliederbefragung zur Großen Koalition teilzunehmen.« Eine Pro- oder Contra-Haltung zur GroKo lasse sich nicht am Alter festmachen, betonte Winkelmann.

Seit Jahresbeginn zwei Parteiaustritte

Insgesamt waren zum Jahresende 2017 im SPD-Kreisverband 1903 Mitglieder organisiert. »Durch die Neueintritte hatten wir also innerhalb weniger Wochen etwa zwei Prozent Zuwachs«, sagte Winkelmann. Seit Jahresanfang seien zwei Mitglieder aus der Partei ausgetreten: »Gründe dafür wurden uns aber nicht genannt.« Die Zahl der Austritte bewege sich jedoch im üblichen Rahmen.

Unruhe an der Basis

Die gegensätzlichen Meinungen zur GroKo gingen quer durch alle Alters- und Berufsgruppen. Winkelmann: »Nach meiner persönlichen Einschätzung und aufgrund der Rückmeldungen würde ich sagen, es gibt ein Ergebnis 65 zu 35 Prozent für die Große Koalition – aber das ist ein Bauchgefühl.« Viele Mitglieder hätten den Rückzug von Martin Schulz erleichtert nachvollzogen: »Denn da gab es im Vorfeld viel Unruhe an der Basis, nachdem er zunächst angekündigt hatte, das Außenministerium zu übernehmen.«

Diskussion über Koalitionsvereinbarung

Auch der Kreisverband werde bei drei internen Parteiveranstaltungen den Mitgliedern Gelegenheit geben, über die Koalitionsvereinbarung zu diskutieren, kündigte Olaf Winkelmann an. Die Mitgliederbefragung der Sozialdemokraten startet am 20. Februar und endet am 2. März.

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