Do., 08.03.2018

Bauarbeiten verzögern sich – Aufstockung der Immobilie am Alten Markt in Herford zu teuer WMF kommt erst im September zurück

Seit Monaten herrscht auf der Baustelle am Alten Markt 6 Stillstand. Graue Planen in den Schaufenstern verdecken den Blick ins Innere. In der nächsten Woche sollen die Arbeiten weitergehen. WMF soll im September Wiedereröffnung feiern.

Seit Monaten herrscht auf der Baustelle am Alten Markt 6 Stillstand. Graue Planen in den Schaufenstern verdecken den Blick ins Innere. In der nächsten Woche sollen die Arbeiten weitergehen. WMF soll im September Wiedereröffnung feiern. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Eigentlich sollte WMF bereits im Herbst 2017 zurück sein. Doch der Umbau der historischen Immobilie am Alten Markt 6 in Herford verzögert sich. Nun hat das Unternehmen einen neuen Termin bekannt gegeben. Wiedereröffnung soll ein ganzes Jahr später sein als ursprünglich geplant.

Mitarbeiter in anderen Filialen eingesetzt

Unternehmenssprecherin Luise Glauert teilt auf Nachfrage mit: »Aufgrund baulicher Themen haben sich die Renovierungsarbeiten am Gebäude länger als geplant hingezogen. Die WMF-Filiale in Herford wird voraussichtlich im September 2018 wieder eröffnet werden.« Dann sollen auch die Mitarbeiter zurückkommen, die seit der Schließung in anderen Niederlassungen eingesetzt werden. Das ist seit Ende Mai vergangenen Jahres der Fall.

Seitdem wurde das Haus lediglich entkernt – mehr nicht. In den Schaufenstern verdecken inzwischen graue Planen den Blick ins Innere. Bauarbeiter sucht man seit Monaten vergeblich. Stillstand statt Sanierung. Was sind die Gründe?

Investition in Höhe von einer halben Million Euro

Einer der beiden Eigentümer, die namentlich nicht genannt werden möchten, sagt: »Wir können leider an unserem Konzept nicht festhalten. Ursprünglich wollten wir das Gebäude um anderthalb Etagen erhöhen. Doch bei Untersuchungen kam heraus, dass der Boden schlechter ist als angenommen. Das hätte zu einer Kostenexplosion geführt, die wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre.« Um die Immobilie zwischen der Gaststätte Föge und der Biobäckerei Meffert aufstocken zu können, hätten mehrere Dutzend Pfähle ins Fundament gerammt werden müssen.

Doch die Neubau-Entwürfe sind nun vom Tisch. Stattdessen wird das Haus im Bestand grundlegend saniert. In der nächsten Woche soll laut Investor der Wiederaufbau beginnen. »Wir werden eine halbe Millionen Euro dafür ausgeben.«

Im 350 Quadratmeter großen WMF-Erdgeschoss sowie den vier 90-Quadratmeter-Wohnungen soll alles neu gemacht werden – von der Heizung bis zum Boden. Die Fassade mit ihren historisch anmutenden Stuckverzierungen soll aufgehübscht, aber erhalten bleiben. Die Eigentümer rechnen damit, dass die Renovierung im Sommer beendet sein wird – vorausgesetzt, diesmal läuft alles nach Plan.

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