Mi., 14.03.2018

Infoabend zur Salzufler Straße – Anwohner finden Kosten zu hoch 4,50 Euro pro Quadratmeter

Umsetzung, Beeinträchtigungen während der Bauzeit, mögliche Schäden an Gebäuden und Kosten für die Sanierung der Salzufler Straße: Um letztere ging es bei einem zweiten Infoabend in der Gesamtschule, zu dem viele Anwohner kamen.

Umsetzung, Beeinträchtigungen während der Bauzeit, mögliche Schäden an Gebäuden und Kosten für die Sanierung der Salzufler Straße: Um letztere ging es bei einem zweiten Infoabend in der Gesamtschule, zu dem viele Anwohner kamen. Foto: Thomas Meyer

Von Thomas Meyer

Herford (WB). Die Verunsicherung ist groß bei den Anwohnern der Salzufler Straße, wenn es um den Straßenausbau geht: Umsetzung, Beeinträchtigungen während der Bauzeit, mögliche Schäden an Gebäuden und Kosten. Um letztere ging es bei einem zweiten Infoabend in der Gesamtschule – von einem der Teilnehmer scherzhaft »Krötenwanderung« genannt.

Uwe Werner vom städtischen Tiefbauamt nahm sich Zeit, auf die Fragen der Anwohner einzugehen.

Anwohner tragen Kosten

Zuerst allerdings nannte er Zahlen: Für Gehwege und Parkbuchten zwischen dem Bergertor und dem Obi-Markt am Ortsausgang werden die Gesamtkosten, die die Stadt Herford zu tragen hat, mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Davon werden 65 Prozent auf die Anwohner umgelegt, sodass sich ein Beitrag von 4,50 Euro pro Quadratmeter ergibt.

Zu viel, finden die Herforder Bürger. »Können wir die Parkbuchten wenigstens exklusiv nutzen?« kam als Frage auf, die Uwe Werner sowie seine Kollegen Daniela Rönn, Maike Corduan, Klaus Kleigrewe und Carsten Harland verneinten. »Das ist eine öffentliche Straße, deren Parkbuchten jedem zur Verfügung stehen – es sei denn, der Verkehrsausschuss entschließt sich dazu, sie zu bewirtschaften«, erklärte Werner.

Die genannten Kosten seien als Obergrenze zu verstehen. »Wir kalkulieren lieber etwas großzügiger, anstatt später mit höheren Forderungen an die Bürger heranzutreten«, sagte der Tiefbauamtsleiter. »Seien Sie versichert, dass wir dem günstigsten Bauunternehmer den Zuschlag erteilen werden.«

Schutzstreifen für Fahrradfahrer

Gebaut werden soll in elf bis zwölf Abschnitten mit Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf der Fahrbahn.

Ein weiterer Punkt waren mögliche Schäden an den Gebäuden. Hier berichtete Uwe Werner von den guten Erfahrungen beim Ausbau der Engerstraße mit einem Gutachter, der die Gebäude vor und nach dem Straßenbau besichtigt. »Wir haben dann immer Lösungen gefunden, mit denen die Anwohner zufrieden waren«, sagte er, nicht ohne einen Seitenhieb auf den Straßeneigentümer. »Bei Straßen NRW klappt das nicht immer ganz so gut.«

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